Othirâ's Welt zwischen Traum und Realität

Ein Maulwurfsleben


Satanismus

 

Auf Wikipedia ist es bereits so schön formuliert, Ich zitiere einfach.

Wikipedia

 

 

"Vielen Subkulturen und Musikrichtungen wird nachgesagt, ihre Szenegänger würden dem Satanismus frönen, wobei entweder den Musikern ein Pakt mit dem Teufel oder die Verwendung von Rückwärtsbotschaften vorgeworfen wird oder man sich darunter unwissentlich Jugendsatanismus vorstellt. Dies ist jedoch in den allermeisten Fällen vollkommen falsch.

 

Die Gothic-Subkultur findet sich wohl am häufigsten mit diesem Vorurteil konfrontiert. Das Kokettieren der Goths mit satanischer und dunkler Ästhetik – Petruskreuze (das auf dem Kopf stehende Kreuz ist nicht zwangsläufig antichristlich), Pentagramme und andere okkulte Symbole als Schmuck, schwarze Gewänder, düstere Musik – wird als Ausdruck einer Geisteshaltung oder gar Bestätigung für kultische Aktivitäten überbewertet. Die evangelische Informationsstelle Relinfo urteilt im Zusammenhang mit den Gruftis, einer Splitterkultur der Gothic-Szene: „Zwar trifft es zu, dass manch ein ‚Gruftie‘ sich satanistisch weiterbildete und/oder von satanistischen Zirkeln angeworben wurde, den meisten ‚Grufties‘ war Satan aber kein Anliegen. Ihr Outfit und ihre Praktiken entsprangen vielmehr einer morbiden Grundstimmung, die das einigende Element der ‚Gruftie‘-Szene darstellte. Inzwischen sind die Grufties im Gegensatz zum Jugendsatanismus praktisch verschwunden, was deutlich belegt, dass der Zusammenhang der beiden Phänomene ein gar so enger nicht gewesen sein kann.“ Die Texte der Musik der Gothic-Kultur geben hier mehr Aufschluss über eine introvertierte Gefühlswelt von Melancholie und Weltschmerz.

 

Auch die Metal-Subkultur bedient sich stellenweise satanistischer Symbole. Mit welcher Häufigkeit und Ernsthaftigkeit, hängt ausgesprochen stark davon ab, in welcher Subszene des Metal man sich bewegt. In den meisten Subszenen werden, entgegen allen Vorurteilen, tatsächlich nur sehr selten satanistische Symbole verwendet, und entsprechendes Gedankengut ist mitunter gar nicht präsent. Meist dient satanische Symbolik im Metal ausschließlich der Provokation und Rebellion und der Betonung der eigenen Freiheit. In der Subszene des Death Metal ist eine antichristliche bis satanische Symbolik vereinzelt vorzufinden, was in erster Linie jedoch mit dem Ziel einer künstlerisch inspirierten (manchmal auch kommerziell kalkulierten) Provokation geschieht. Die Black-Metal-Szene hingegen ist über den Satanismus definiert.

 

Satanismus findet sich auch in der Industrial-Subkultur, wo sich einzelne Musiker mit Okkultismus und Satanismus beschäftigen; einige Musiker wie Reverend Thomas Thorn (The Electric Hellfire Club) und Boyd Rice sind Mitglieder der Church of Satan."

 

 

 

Dann wäre schonmal geklärt, dass Satanismus mit Gothic nicht gleichzusetzen ist.

Aber was ist Satanismus nun und was beinhaltet er?

 

 

"Als Satanismus werden verschiedene Bewegungen bezeichnet, die sich positiv auf den Teufel bzw. auf das gesellschaftlich als Böse Angesehene beziehen. Sie stehen nicht unbedingt miteinander in Verbindung. Als literarische Strömung ist Satanismus seit dem 17., als religiöse Bewegung seit dem frühen 18. Jahrhundert belegt. Man unterscheidet in der Regel zwei Richtungen des Satanismus. Der „traditionelle“ (theistische) Satanismus beinhaltet das Verehren von Gottheiten. Darin gilt das Kriterium, dass die Figur Satans mehr oder weniger im Mittelpunkt steht. Beim „modernen“ Satanismus hingegen wird ein atheistischer und rationalistischer Standpunkt vertreten. Kleinster gemeinsamer Nenner zahlreicher Richtungen des modernen Satanismus ist hierbei der Anthropozentrismus, im Besonderen die Betonung der Freiheit des Menschen. Damit steht der Satanismus vor allem im Gegensatz zu religiösen Strömungen, die die Vorherbestimmung und Unvollkommenheit des Menschen betonen. Eine Vermischung des traditionellen Satanismus und modernen Satanismus ist trotz alldem möglich. In der Öffentlichkeit wird Satanismus vor allem als Gegenstand von Schauergeschichten, Sensationsjournalismus und Verschwörungstheorien wahrgenommen.

 

 

Ursprünge:

 

Der Begriff Satanismus bezieht sich etymologisch auf Satan und damit auf den Kulturraum der monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Allerdings geht die Idee einer dualistisch angelegten Welt, in der ein Kampf zwischen Gut und Böse ausgefochten wird, auf ältere Religionen wie zum Beispiel den Zoroastrismus zurück. Im Zentrum dieses Glaubens steht der Schöpfergott Ahura Mazda gegen Ahriman. Gnostische Strömungen übernahmen diesen Dualismus. Ein Motiv des modernen Satanismus – die Vergöttlichung des Menschen („Deus est homo“) – findet sich etwa auch bei gnostischen Schlangenkulten der Antike (Ophiten). Sie schimmert in dem Satz „Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist“ (Gen 3,5 LUT) durch.

 

 

Satanismus als Philosophie und Religion:

 

Geschichte

 

Die Anfänge des Satanismus werden im manichäisch-gnostischen Dualismus gesehen, der eine prinzipielle „Gleichrangigkeit von Gott und Teufel“ annahm. Einige gnostische Gruppierungen sollen Satan angebetet haben, damit er ihnen nicht schade. Für einen real existierenden Satanismus in Mittelalter und Frühneuzeit vor dem Hintergrund der Verfolgung von Ketzern und der zahlreichen Hexenverbrennungen dieser Epoche gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Forschung keinerlei Anhaltspunkte. Die Annahme eines im Sinne des Satanismus organisierten Hexenkultes wird von Historikern meist abgelehnt. Es finden sich jedoch Hinweise auf einen echten Satanismus im Prozess gegen Gilles de Rais, in dem sich „das Destruktive des Satanismus in extremer Weise konzentriert hat […], auch wenn die Quellen über ihn von keinen ausgedehnten Teufels-Ritualen berichten“.

In der Zeit der Romantik versuchte Robert Southey, seinen Gegner Lord Byron zu diskreditieren, und prägte in diesem Zusammenhang das Schlagwort der Satanic School.

 

Eine erste Erscheinung des Satanismus ist ansatzweise der Hellfire Club im England des 18. Jahrhunderts. Satanistische Tendenzen finden sich „[u]nbestreitbar […] im Okkultismus des 19. Jahrhunderts, offenbar als Reaktion auf den als banal empfundenen, fortschrittsgläubigen Materialismus dieser Epoche, der die orthodoxe Gläubigkeit weitgehend ablehnte, aber dennoch ‚dunkle Mysterien‘ verlangte“. Frankreich, das mit Individuen wie Éliphas Lévi eine Pionierrolle für den Okkultismus hatte, wird als „Brutstätte des modernen Satanismus“ angesehen und der Dichter Baudelaire als wichtige Figur dieses modernen Satanismus und „vielleicht […] erste voll bewußte Persönlichkeit in der Geschichte des Satanskultes“ bezeichnet, wobei die Bezeichnung als „moderner Satanismus“ hier noch eine andere Bedeutung hat als bei LaVeys späterer Auslegung. Im 20. Jahrhundert gründeten sich zahlreiche weitere Vereinigungen. Der britische Magier Aleister Crowley wird oftmals als Satanist eingestuft, war allerdings ein wichtiger Vorreiter des modernen Satanismus. Die Verbindung von Satanismus und der auf Crowley zurückgehenden neureligiösen Bewegung Thelema wurde durch den britischen Schriftsteller Dennis Wheatley geprägt.

 

Anton Szandor LaVey gründete 1966 die Church of Satan und machte Satanismus als Erster öffentlich zu einem eigenständigen achristlichen Religionssystem. Seine Satanische Bibel (1968) wurde inhaltlich in großen Teilen bereits von Crowley und dem sozialdarwinistischen Buch Might is Right (1896), dessen unbekannter Autor unter dem Pseudonym Ragnar Redbeard firmiert, vorweggenommen. Satan „ist hier nicht der mittelalterliche Gottseibeiuns mit der Mistgabel, sondern das Prinzip ‚Lust‘ und ‚unbedingte Freiheit‘ – das auf links gedrehte ‚peace, love and happiness‘ von LaVeys Hippie-Nachbarn im San Francisco der sechziger Jahre“ Stattdessen vertritt diese Kirche eine atheistische Philosophie und bestreitet die „Wirklichkeit einer jeglichen spirituellen Existenz“; die von ihr aufgegriffenen Aspekte der Ritualmagie werden entsprechend als „selbst-veränderndes Psychodrama […], um sich von aufgestauten Gefühlen zu befreien“ und „fast ein Ersatz für Psychotherapie“ erklärt, das keine Glaubenselemente enthalte. Er „wollte, dass Satanismus ein Werkzeug ist, um das Leben eines jeden Satanisten zu verbessern“, und die Church of Satan „sollte das Mittel sein, um diese Philosophie so originalgetreu wie möglich zu verbreiten“. Andere Strömungen innerhalb des Satanismus lehnen LaVeys Auslegung ab, weil sie „sehr menschlich“ sei, besage, dass „die einfachste Hausfrau Satanist sein kann“ und es für die meisten Personen sehr einfach sei, den Inhalten zuzustimmen, sie „nahezu universell lesbar“ seien, und erkennen sie nicht als satanistisch an. LaVey habe nie die dunkle Seite des Lebens praktisch zu erfahren oder Böses zu praktizieren versucht. Stattdessen verbreite die CoS „eigentlich nichts anderes als magisch verbrämten Hedonismus. Aus Crowleys tiefsinnigem ‚Do what thou wilt‘ mache sie ein plattes ‚Do as you like‘. Die Satanskirche wendet sich gegen Puritanismus in jeder Form, aber auch gegen Mystik und Drogengebrauch (sehr zum Unterschied von Crowley). Ihre Sozialmoral ist machiavellistisch, ihr Weltbild kynisch-epikuräisch. Bei ihrer Magie handelt es sich um ein geschickt zusammengestelltes Arsenal von Techniken der Verhaltenstherapie, die LaVey ungeniert zu Höchstpreisen vermarktet.“ Die Church of Satan fand zahlreiche prominente Unterstützer und Anhänger und ist „längst Pop“. Entsprechend gilt es als „‚Verdienst‘ der Church of Satan, dem Satanismus den Nimbus des Elitären genommen und ihn im gottlosen Kapitalismus verankert zu haben, weshalb die magische Konkurrenz sie gern als okkulten Drive-in belächelt“. Von der Church of Satan spaltete sich 1975 nach internen Streitigkeit der Temple of Set ab, der von traditionellen Satanisten ebenfalls nicht anerkannt wird. Obwohl sich herausstellte, dass „Legende und Wirklichkeit in LaVeys bunter Biographie nicht übereinstimmen“, wurde der Mythos um seine Person dadurch „kaum angekratzt“. Nach LaVeys Tod 1997 kam es zu vier Jahre andauernden Streitigkeiten um seine Nachfolge; der Journalist Lawrence Wright äußerte, die Church of Satan habe keine Zukunft, „es sei denn, es käme eine Figur mit ähnlichem Charisma daher“. 2001 wurde Peter H. Gilmore der neue Hohepriester der Kirche.

 

In den 1970er Jahren soll der Order of Nine Angles gegründet worden sein. Dieser bezeichnete sich als erste Gruppierung in seinen Schriften als Vertreter eines traditionellen Satanismus. Diese Bezeichnung steht nicht für Satanismus im traditionellen Sinne der Verehrung eines realen Satans, sondern für eine vom ONA behauptete geheime Tradition über mehrere Generationen; diese Behauptung wird jedoch angezweifelt. Für den ONA geht traditioneller Satanismus weit über die Befriedigung des Lustprinzips hinaus und beinhaltet Selbstbeherrschung, Selbstüberwindung und kosmische Weisheit. Seine Vorstellung von Satanismus ist pragmatisch mit einem Schwerpunkt auf der Evolution des Individuums durch gefährliche Situationen. Die Bezeichnung als „traditioneller Satanismus“ wird aber auch unabhängig vom ONA von zahlreichen theistischen Satanisten verwandt, andere bevorzugen die Bezeichnung „theistischer Satanismus“, auch zur Abgrenzung vom ONA.

 

 

Church of Satan (Wikipedia):

 

Ethik

 

Ein aus der Satanischen Bibel entnommenes Zitat LaVeys verdeutlicht den Standpunkt der Church of Satan (alle weiteren auch aus der Satanischen Bibel):

 

„Samstagabends sah ich Männer beim Karneval halbnackten Mädchen hinterherstieren, und sonntagmorgens sah ich dieselben Männer auf der Kirchenbank mit ihren Ehefrauen und Kindern, wie sie Gott baten, ihnen zu vergeben und sie von ihren fleischlichen Sünden zu befreien. Und am nächsten Samstagabend würden sie wieder zurück beim Karneval oder anderen Stätten des Genusses sein. Da wurde mir klar, dass die christliche Kirche auf Heuchelei beruht und des Menschen fleischliche Natur hervortreten wird.“

 

Nach LaVey steht der Mensch nicht auf einer höheren Stufe als das Tier, und das Verdrängen oder Leugnen jeglicher Triebe ist unnatürlich und falsch. Somit solle man sich auf das Diesseits konzentrieren und ein ganz dem Lustgewinn gewidmetes Leben führen: „I break away from all conventions that do not lead to my earthly success and happiness“ (Ich sage mich los von allen Konventionen, die mir nicht Erfolg und Zufriedenheit im Diesseits versprechen). Da der Mensch als gleichberechtigter Teil der Natur gesehen wird, werden Tiere bei LaVey hoch geachtet – sie verkörpern für ihn den wahren Satanisten, da sie rein nach ihren Trieben leben, während der Mensch durch spirituelle und intellektuelle Entwicklung zum bösartigsten aller Tiere geworden sei: „man…, because of his ‚divine spiritual and intellectual development‘, has become the most vicious animal of all!“ („Der Mensch… wurde durch seine ‚göttliche, spirituelle und intellektuelle Entwicklung‘ zum bösartigsten Tier von allen!“). Während viele andere Religionen und vor allem das Christentum die unbedingte Nächstenliebe als ein Ziel haben, sieht der Satanismus LaVeys tatsächlich oder scheinbar selbstverschuldet in Not Geratenen zu helfen als Verschwendung an: „Death to the weakling, wealth to the strong!“ („Tod den Schwachen, Reichtum den Starken!“).

 

Aufgrund dessen kann man den Hedonismus und eine Art des Sozialdarwinismus als Kernpunkte des LaVey'schen Satanismus sehen.

 

Die Church of Satan sieht sich im Gegensatz zu den meisten Weltreligionen. Ein wichtiger Unterschied ist z.B., dass die Church of Satan nicht alle Menschen, sondern nur eine kleine Minderheit für sich gewinnen will. Nach dieser von Gilmore initiierten organisatorischen Richtlinie sieht sich die Church of Satan als „Alien Elite“ und will besonders Außenseiter und ungewöhnliche Menschen ansprechen. Der Status eines Mitglieds innerhalb der Kirche ist nach Aussage der Church of Satan abhängig vom Erfolg des Mitglieds in der Welt außerhalb der Kirche.

 

Auf der Website der Church of Satan kann man die „Richtlinien“ und „Verhaltensformen“ und einiges zum Selbstverständnis der Church of Satan nachlesen.

 

Einige Auszüge:

Die neun satanischen Grundsätze

  1. Satan bedeutet Sinnesfreude anstatt Abstinenz
  2. Satan bedeutet Lebenskraft anstatt Hirngespinste
  3. Satan bedeutet unverfälschte Weisheit anstatt heuchlerischem Selbstbetrug
  4. Satan bedeutet Güte gegenüber denjenigen, die sie verdienen, anstatt Verschwendung von Liebe an Undankbare
  5. Satan bedeutet Rache anstatt Hinhalten der anderen Wange
  6. Satan bedeutet Verantwortung für die Verantwortungsvollen anstatt Fürsorge für psychische Vampire
  7. Satan bedeutet, dass der Mensch lediglich ein Tier unter anderen Tieren ist, manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er aufgrund seiner „göttlichen, geistigen und intellektuellen Entwicklung“ zum Bösartigsten aller Tiere geworden ist
  8. Satan bedeutet alle sogenannten Sünden, denn sie alle führen zu physischer, geistiger oder emotionaler Erfüllung
  9. Satan ist der beste Freund, den die Kirche jemals gehabt hat, denn er hat sie all die ganzen Jahre über am Leben erhalten

 

Die neun satanischen Sünden

  1. Dummheit
  2. Anmaßung
  3. Solipsismus
  4. Selbsttäuschung
  5. Zugehörigkeit zur Herde
  6. Mangel an Perspektiven
  7. Vergesslichkeit gegenüber früheren Grundsätzen
  8. Kontraproduktiver Stolz
  9. Mangel an Ästhetik

Anton Szandor LaVey vor dem Siegel des Baphomet, welches auch als Siegel der Church of Satan dient.

 

Die elf satanischen Regeln der Erde

  1. Gib deine Meinung oder Ratschläge nicht preis, außer du wurdest gefragt.
  2. Berichte anderen nicht von deinen Sorgen, es sei denn, du bist dir sicher, dass sie sie hören wollen.
  3. Wenn du dich in den Räumlichkeiten eines anderen aufhältst, erweise ihm Respekt oder geh nicht dort hin.
  4. Wenn dich ein Gast in deinen Räumlichkeiten belästigt, behandle ihn grausam und ohne Gnade.
  5. Starte keine sexuellen Annäherungsversuche, außer du bekommst ein Signal dazu.
  6. Nimm nichts an dich, was dir nicht gehört, es sei denn, es ist eine Bürde für die andere Person und sie schreit danach, davon erlöst zu werden.
  7. Respektiere die Kraft der Magie, wenn du sie erfolgreich eingesetzt hast, um deine Wünsche zu erfüllen. Wenn du die Kraft der Magie abstreitest, nachdem du sie erfolgreich angerufen hast, wirst du alles verlieren, was du hast.
  8. Beschwere dich über nichts, dem du dich nicht aussetzen musst.
  9. Verletze keine kleinen Kinder.
  10. Töte keine nicht-menschlichen Tiere, solange du nicht angegriffen wirst oder Essen brauchst.
  11. Wenn du in offenem Gelände unterwegs bist, belästige niemanden. Wenn dich jemand belästigt, fordere ihn dazu auf, dies zu unterlassen. Wenn er nicht damit aufhört, vernichte ihn"

 

 


 

 

Unabhängig von der Church of Satan biete Ich noch einen Text für diejenigen, die des Lesens noch nicht müde sind:

Ein Auszug aus:

"Die Gnosis des Bösen - Entstehung und Kult des Hexensabbats, des Satanismus und der Schwarzen Messe",

von Stanislaw Przybyszewski

 

 

"Satan ist kein Diener, kein "Affe" des Christengottes, wie ihn Irenäus gehässig nennt, sondern von Uranfang an ein Gott, dessen Machtsphäre sogar weit in das Gebiet des weißen, indolenten Gottes hineinragt, denn er ist es, der die Kinder des lichten Gottes gelehrt hat, sich in Ekstase zu versetzen, sich Stigmatisationen zu verschaffen, er war es, der die Heiligen auf den Gedanken brachte, das böse Wunder durch einen choc en retour (Rückschlag) zu paralysieren, und er allein ist der Vater des Lebens, der Fortpflanzung, der Entwicklung und der ewigen Wiederkunft. Nicht das Böse sondern das Gute ist eine "Negation".

Das Gute ist die Negation des Lebens, denn alles Leben ist böse. Satan ist das Positive, das Ewige an sich.

Er ist der Gott des Gehirns, er beherrscht das unermessliche Reich der Gedanken, die immer von neuem die Gesetze umstoßen und die Tafeln zertrümmern, er regt die Neugierde an, das Verborgene zu enträtseln, die Runen der Nacht zu deuten, er gibt den verbrecherischen Wagemut, das Glück von Abertausenden zu vernichten, um Neues entstehen zu lassen, er stachelt die bösen Begierden an, die in dem Heißhunger nach neuen Daseins-Bedingungen die Erde aufwühlen, die entlegensten Fernen näherrücken, den Himmel auf die Erde herabzerren und die Reiche der Erde wie Würfel durcheinander schütteln.

Verfolgt, vernichtet, wächst er immer aufs Neue aus seiner eigenen Asche mächtiger und schöner als zuvor, und der ewig Besiegte ist der ewige Sieger geblieben. Tausendmal glaubte die Kirche ihn vernichtet zu haben, und dabei wurde sie selbst satanisiert und verfaulte, verdarb "an Haupt und Gliedern".

Denn Satan ist das ewig Böse, und das ewig Böse ist das Leben. Alles, was an Großen entstand, ist gegen das Gesetz entstanden, als eine wütende Negation der Negation. Böse war der Trotz des e pur si muove (und sie bewegt sich doch!), böse war die Neugierde, die Columbus nach unbekannten Ländern trieb, böse war die Mutter der chemischen Wissenschaften, und dem Schauen in die Sterne wurden alle Unglücksfälle zugeschrieben, das schlagende Wetter, das große Sterben und Hungersnot.

Das Gute, das war der Stolz eines Gregor des Großen, der seine schändliche Dummheit rühmte und schon das Studium Grammatik den Geistlichen verbot. Das Gute, das war die entzückende Einfalt des heiligen Franziskus von Assisi, der das Schreien der Esel, die um die Krippe des Heilands standen, ad maiorem Dei gloriam (zur größeren Ehre Gottes) tagelang nachahmte, das Gute war die Ertötung seines Willens in der geringsten selbstständigen Regung und nur eine stupide bis zum Blödsinn gesteigerte Imitation in Satans Namen hat Nietzsche die Umwertung aller Werte gelehrt, in seinem Namen träumt der Anarchist von der Umgestaltung der Welt der Gesetze, in seinem Namen schafft der Künstler, dessen Werke man im Verborgenen liest oder sieht, aber von Gottesgnade beherrscht die verächtliche Dummheit die unermesslichen Horden der "Licht" -Kinder, für die das einzige Gesetz des Daseins, die Entwicklung, Verstoß und Verbrechen ist, Entwicklung in der Religion teuflische Ketzerei bedeutet, Entwicklung in der Kunst ein Zeichen der Hirnerweichung ist, Entwicklung in der Politik als Staatsverrat und Entwicklung im Leben als strafwürdige Perversität gilt.

Das ist der Satan in der Entwicklung der menschlichen Geschichte der menschlichen Entwicklung, ipse philosophus, daemon, heros et omnia (ein Philosoph sogar, ein Dämon, insgesamt ein Gott), der Vater der Wissenschaften, die Fackel, die den Menschen in die geheimsten Gründe des Lebens hinableuchtet, der verzweifelte Grübler, der ewig von neuem seine durch die Dummheit zerstörten Zirkel zeichnen muss, der Gesetzlose und der Widersacher.

Dieser Satan ist Samyäsa, der Vater, der "Mathematiker" wie alle diejenigen haben, genannt wurden. Er war nur wenigen zugänglich, er war ein finsterer Aristokrat, der nur wenigen seine Rätsel offenbarte, einem Agrippa, Paracelsus, Dee, van Helmont.

Nur durch die Mächtigsten ließ er sich beschwören, während er die Horde seiner verlogenen Diener auf die Erde schickte, dass sie die Leidenschaften entfachen, Hass und Verbrechen säen, Hochmut und Stolz die die Menschen lehren, ihr Geschlecht in Raserei versetzen, dass das Blut die Vorsicht und die Überlegung wegschwemmt, die Bestie wecken, die, um ihre Gelüste zu befriedigen, vor keinem Verbrechen zurückschreckt.

Im Reiche des Satanischen gilt nur ein Grundsatz: ä rebours, die Umkehrung aller Werte, die durch das Gesetz geheiligt sind. Der gute Gott hasst die irdische Schönheit. Er hasst alles, worin Satan seine heiligste Offenbarung feiert, denn er lehrt die Nichtigkeit und die Vergänglichkeit dieser Welt.

Jedes Verlangen, die geringste Revolte des Fleisches war eine Sünde, die mit langen Jahren der härtesten Buße bestraft wurde. Tertullian wütet mit fanatischem Hass gegen jeden Purpurstreifen, mit dem das Weib sich das Kleid umsäumt, Lactantius verflucht die Dichter und die Philosophen, welche unbewachte Seelen ins Verderben ziehen, man die Malerei, denn: "quod nascitur, opus Dei est, ergo quod fingitur, diaboli negotium" ("was natürlich wächst, ist Gottes Schöpfung, also ist all das, was geformt wird Teufelswerk").

Das Theater und der Zirkus wurden zu "diaboli figmenta" ("Erfindungen des Teufels"), ja die heiligen Väter warnen selbst vor den Farben der Blumen, denn der Dämon, der böse Feind, kleidet sich am liebsten in Farbe und Pracht. Isaurius, der Ikonoklast wetteifert mit Gregor dem Großen in der Zerstörung der Bildwerke, Theodosius?. lässt Tempel zerstören und überall das Kreuz aufpflanzen.

Man vernichtet durch die fatalsten Fälschungen die herrlichsten Kunstwerke der Dichter oder zerstört sie ganz, denn der Diabologe Cyprian lehrt, dass in den Gedichten "varia daemonia" ("die verschiedenartigsten Teufeleien") stecken. Die Priesterin der Aphrodite wird zur Hure, die jeder mit Schmutz bewerfen kann, und die Liebe - Gott, die Liebe! "armor si vincitur, diabolus vincitur!" ("Wenn die Liebe gebändigt wird, wird der Satan besiegt!").

Die ganze Natur wird proskribiert, namentlich die heilkräftige Natur! Gott hat die Krankheit geschickt, um den Menschen schon einen Teil seiner Sünden hier auf Erden abbüßen zu lassen, und es ist Sünde, Gottes Ratschläge zu vereiteln.

Höchstens waren noch die Exorzismen bei den Besessenen erlaubt, nicht etwa, um die Krankheit zu heilen, sondern nur um die triumphierende Macht des Guten über den bösen Gott zu bezeugen.

Ubique daemon! (Überall herrscht der Dämon!) Nach Hieronymus ist die ganze Luft voll Dämonen, die von ihrem Geschrei und Wehklagen über den tot der Götter erzittert; in jeder Blume, in jedem Baum steckt der Dämon, die Freude und die Fruchtbarkeit, Reichtum und Schönheit. Er bringt den Tag als Luzifer und er beschließt ihn mit dem Licht Venus, die die üppigen, wollüstigen Träume bringt."

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