Othirâ's Welt zwischen Traum und Realität

Ein Maulwurfsleben


Mein Alltag

 

Nun, wie sieht mein Alltag aus.

Ich armer Nachtmensch bin, wie andere auch, gezwungen tagsüber wach zu sein.

 

Bisher bestand mein Alltag aus Schule, Familie, meinem Nebenjob und anderen Dingen.

Morgens früh aufstehen, in die Schule gehen, mittags heimkommen, etwas essen, vielleicht was arbeiten, den rest des Tages herumbekommen, schlafen gehen und dann das ganze wiederholen.

Veränderungen bei Freizeitaktivitäten gab und gibt es immer.

Damals ging ich montags ins Badminton, wofür Ich dank der Schule irgendwann keine Zeit mehr hatte. Dienstags betreue Ich die Konfirmanden mit und sonntags arbeite Ich oft in der Kirche und verdiene mir ein bisschen Geld dazu. Ins HipHop-Tanztraining ging ich auch mal, bis Ich das aufgrund meiner nächtlichen Clubbesuche nicht mehr schaffte.

Ich sage mal, der Alltag besteht aus allen "normalen" Dingen, die ein Mensch so tut.

 

Jetzt kommt allerdings hinzu, dass Ich seit einiger Zeit eine gewisse Einstellung innehabe, die sich gegen dieses "Normale" wehrt. Ich sehe anders aus, stilmäßig und gehe seltsamen Interessen nach, die für mich völlig "normal" sind.

Schwierig ist das Leben im Alltag, wenn man sich einer Subkultur angeschlossen hat. Die meisten Leute kennen sowas nicht, verstehen nicht, was das ist und was es bedeutet. Viele interessiert es auch schlicht und einfach überhaupt nicht. Jedem das seine.

Das Schlimmste ist die fehlende Toleranz. Einige Menschen lassen einen spüren, dass das eigene Auftreten unerwünscht ist und nicht gebilligt wird.

Mein bestes Beispiel hierfür ist die Schule und mein Umherwandeln auf der Straße.

Überall werde Ich dumm angemacht, mit Schimpfwörtern überhäuft und ausgelacht. Aus reinem Unverständnis und null Toleranz.

Das hört nicht bei Jugendlichen auf, nein, sogar Erwachsene verhalten sich, was das angeht, zutiefst kindisch.

Ich bekam einzelne Kleidungsstücke von Lehrern verboten und ich wurde bereits zweimal aus dem Unterricht geworfen, weil Ich mich weigerte, mein Kopftuch abzunehmen.

Meine Lateinlehrerin fühlte sich wie auf einem Piratenschiff und hatte Angst gekapert zu werden, wie sie meinte. Lächerlich.^^

Mag sein, dass Ich es nicht aus religiösen Gründen trage, aber seit wann stellen sich ausländische Religionen über innländische Kultur? Die Türkinnen dürfen in der Schule schließlich auch Kopftücher tragen.

 

Es ist schwer, sich als Andersartiger in dieser Gesellschaft durchzuschlagen und man muss immer mal wieder Opfer bringen. Ein selbst erlerntes Selbstbewusstsein und eine gewisse Immunität gegen Feindseligkeiten sind Voraussetzung für ein anständiges Leben in solch einer Gesellschaft.

Ich kämpfe für mich, für meine Einstellung und dafür, dass ich nicht ins Unglück getrieben werde.

Wenn Ich an mich selbst glaube, kann Ich weit kommen.

 

Und so schwer es auch werden wird, mit der Welt klarzukommen, es gibt immer ähnlich denkende Menschen, Gleichgesinnte.

Wie froh bin Ich doch, dass es die Szene gibt, in die man flüchten kann. Orte, an denen man sich frei entfalten und wohlfühlen kann.

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