Othirâ's Welt zwischen Traum und Realität

Ein Maulwurfsleben


Gedichte

Alle diese Gedichte sind von mir selbst in den letzten Jahren verfasst worden und basieren thematisch auf meinen Gedanken und Gefühlen, welche mich jeweils zu dieser Zeit beschäftigten.

Sie zu schreiben, half mir mit ihnen umzugehen, schon, weil Ich sie mir sprichwörtlich von der Seele schrieb.

 

 

Der Schwarze Mann  -  16.4.2010

 

Es lebte einst ein schwarzer Mann,

der wollt sich an der Welt beteiligen,

doch wusste keiner was er kann,

stattdessen wollten sie ihn steinigen.

 

Er musste leben ganz zurückgezogen,

wär am liebste von der Welt geflogen.

Der Mann der hauste in 'nem dunklen Zimmer,

das Licht, das wollt er sehen nimmer.

 

Was ihm blieb, war‘n seine Gedanken,

die sich wie Efeu durch die Sinne ranken.

Das Leben machte ihn so furchtbar nieder,

zu Haus, da sang er düst're Lieder.

 

Bald schon, als er aufgegeben,

die Hoffnung von 'nem bessren Leben,

entschied er sich, das ist kein Scherz,

für 'nen Weg ganz ohne Schmerz.

 

Er suchte eine Brücke auf,

machte Gedanken sich zu Hauf.

Dort stand er eine lange Zeit,

bis er dann dafür bereit.

 

Das lange Warten auf den Zug,

der alles sollt beenden,

durch Treffen mit dem Bug,

ging ihm ziemlich auf die Lenden.

 

Dort stand er nun, gezwungen zu warten,

fing an zu zweifeln, an seinen gespielten Karten.

Kämen seine Liebsten klar mit all dem Mist,

dass er mal nicht mehr am leben ist?

 

Dieses Vorhaben war er letztendlich satt,

als er ein Mädchen kennengelernt hat.

Ein paar Tage ohne Sorgen,

ohne Gedanken an den baldigen Morgen.

 

Er erfuhr immer mehr über sie,

fühlte sich so gut wie nie.

Sie sagte, sie müsse weiter weg,

der nächste Morgen riss ein Leck.

 

Mädchen war weg, Sorgen noch da,

eine scheiß Situation, wohl wahr.

Jetzt musst ein Ausgleich her,

denn den Plan, den gab‘s nicht mehr.

 

Der schwarze Mann fand eine Beschäftigung,

welche ihm brachte des Schmerzes Sättigung.

Kalte Klinge, warmes Blut,

dies tat unendlich gut.

 

Immer öfter schnitt er sich die Haut entzwei,

auf dass er sich fühlte wieder frei.

Mit der Zeit der Schmerz verblasste,

… oh, wie er sein Leben hasste!

 

Lang vergangen, diese Tage,

hör zu, wenn Ich dir sage,

unser lieber schwarze Mann, er tut es nicht mehr,

jedoch vermisst er es so unwahrscheinlich sehr!

 


Bitte geh  -  7.7.2016

 

Eine Freundschaft führen, ist nicht leicht,

wenn die Vergangenheit im Geiste kreischt,

das Herz zu oft alten Gefühlen weicht

und bei Veränderungen sagt „es reicht“.

 

Mit dir hatte Ich so viel zum ersten Mal,

mir war endlich einfach mal alles egal,

es fühlte sich an wie der heilige Gral,

bei dem Gedanken an heute wird meine Haut ganz fahl.

 

Du hast mich aufgefangen,

als Ich mich gerne hätte aufgehangen.

Schöne Momente, Unternehmungen mit dir gelangen,

Ich bin schuld, dass es nicht gut ausgegangen.

 

Beim Teile zusammensetzen hat es nie geeilt,

gern hätt‘ Ich noch lange dran gefeilt.

War’n wir zwei auch einmal sehr verpeilt,

sogar die Rechnung haben wir senkrecht mittig geteilt.

 

Man kann mit etwas abschließen,

auch wenn man sich gerne erst würde erschießen.

Man kann etwas verarbeiten,

erhobenen Hauptes in die Zukunft schreiten.

 

Doch entlieben, das geht nicht,

ein kleines Bisschen bleibt vom alten Licht.

Ist es auch nicht derselben Liebe Stich,

das Herz erinnert sich.

 

Eine Freundschaft führen, ist echt schwer,

wenn all dies noch lastet sehr.

Man versucht zu bauen ein neues Haus

und macht das Beste draus.

 

Die Vergangenheit, sie kehrt nicht wieder,

so werden gelernt ganz neue Lieder,

doch eines vergisst man nie,

die alte Melodie.

 

Gescheitert scheint die Freundschaft,

verloren geht allmählich die Kraft.

Ich frage mich woran es lag

und bau solang an meinem Sarg.

 

Seit Jahren war’s ein Hin und Her,

mal war das Glas voll, mal war es leer.

Aufgegeben haben wir nie,

selbst in der größten Agonie.

 

Ich hör aus meinem Inneren den Schrei

„und einfach so ist es vorbei?“,

unzertrennlich war’n wir zwei,

ist das jetzt einerlei?

 

Ja, auch Ich hab‘ Fehler gemacht,

nicht immer über meine Zunge gewacht,

habe mich echt mies verhalten,

da Ich innerlich gespalten.

 

Mir tut es leid, was da passiert,

die Rechnung habe Ich kassiert,

doch Ich will sie nicht bezahlen,

zu groß sind des Preises Qualen.

 

Zum Glück gibt es Menschen genug,

die zu ziehen helfen, den schweren Pflug.

Zum Glück ist man nie ganz allein,

schlimmer könnte es wahrlich immer sein.

 

Zumindest ist das ein schöner Wunsch,

mir hat es verdorben meinen Lebenspunsch.

Nicht an Leuten, an Mist Hab‘ Ich ‘nen großen Haufen,

dieses Jahr ist für mich gelaufen.

 

Ich würd‘ noch halten jedes Versprechen,

würde an uns arbeiten, bis zum Erbrechen.

Doch Ich fühle, Ich bin nicht mehr wichtig,

wie noch nie fühl Ich mich nichtig.

 

Du hast geschworen, du lässt mich nie im Stich,

du hast gelogen, dafür hasse Ich dich.

Noch mehr jedoch hass‘ Ich mich selbst

und trauere, dass du dich nicht mehr zu mir gesellst.

 

Lass die Vergangenheit ziehen,

schau der Zukunft entgegen,

doch Ich will vor einer Zukunft fliehen,

die Ich nicht mit dir wird pflegen.

 

Nichts bleibt, wie es ist,

das ist es, was Ich seh‘.

Wenn du mich nicht vermisst,

dann, bitte nur dann, geh.

 


Morgengrauen  -  29.6.2016

 

Es ist Nacht.

Kein Mond am Himmel, keine Eule im Baum,

keine Grille im Gras, keine Katze in den Straßen.

Ewige Stille und Dunkelheit umgeben mich.

Lange her, die Zeit,

in der Ich am Tage wandelte

und in der Nacht schlief.

Ich wurde verbannt, vertrieben,

Licht und Wärme wurden mir genommen,

gestoßen hat man mich, voller Abscheu,

in Dunkelheit und Kälte.

Auf jede Nacht, da folgt ein Tag.

Wenn der Horizont in rotes Licht getaucht wird,

jenes Licht immer heller wird,

bis schließlich die Sonne emporsteigt,

hell und wärmend.

Der Morgen.

Er bringt Hoffnung,

vertreibt Kummer und Sorgen.

Für jeden Menschen ist das Morgengrauen etwas anderes.

Für den einen ist es Hoffnung,

auf das Ende schlechter Zeiten.

Für den nächsten ist es Wärme,

nach extrem kalten Zeiten.

Für den anderen ist es Licht,

nach extrem dunklen Zeiten.

Für den einfachen ist es der Morgen,

das Ende der Nacht.

Ich wartete lange. Sehr lange.

Ich wartete, wartete und wartete.

Ich habe gehofft, auf bessere Zeiten.

Ich habe gefroren, trotz dicker Kleidung.

Ich habe nichts gesehen, alleine in der Dunkelheit.

Die Nacht fand kein Ende.

Doch eines Tages kam endlich auch für mich das Morgengrauen.

Es war nur nicht die Sonne, die aufging.

Ich schloss die Augen,

spürte die Wärme auf meiner Haut,

sah das Licht durch meine Lider,

wusste genau, es ist endlich vorbei.

Ich öffnete die Augen,

doch was Ich sah, am Horizont,

war nicht die erwartete Sonne.

Was Ich sah…

Warst Du.

 


Warum, Leben  6.6.2016

 

Leben, warum tust du mir das an?

Warum lässt du mich kämpfen,

Aug‘ um Aug‘ und Zahn um Zahn?

Warum lässt du mich quälen,

mit meinem eigenen Gedankenwahn?

Warum lässt du mich leiden,

auf meiner Freundschaftslaufbahn?

Warum lässt du mich laufen,

in so viele Gefahr’n?
Warum lässt du mich machen,

wovor Ich mich selbst noch warn‘?
Warum lässt du mich hoffen,

auf Dinge, die mir eh nicht widerfahr’n?

 

Leben, warum tust du das?

Warum gibst du mir Liebe,

die so schnell umschlägt in Hass?

Warum gibst du mir Freude,

an die Ich nur zurücksehnen kann ganz krass?
Warum gibst du mir Enttäuschung,

die überlaufen lässt das Fass?

Warum gibst du mir Erinnerungen,

die mich schmerzen on mass?

Warum gibst du mir Trauer,

mein Gesicht von Tränen ganz nass.

Warum gibst du mir Gefühle,

durch die Ich mich verbluten lass‘?
 

Leben, warum tust du dies?

Warum nimmst du meine Kraft,

die mich nie zu lang im Stich ließ?

Warum nimmst du meine Maske,

mit ihr wirkte Ich nie fies.

Warum nimmst du meine Melodie,

ohne sie ist alles trist und mies.

Warum nimmst du meine Flügel,

ohne sie falle Ich auf harten Kies.

Warum nimmst du meine Hände,

mit denen Ich viel Schlechtes wegstieß?

Warum nimmst du meine Seele,

die mal wusste, wie sie hieß?

 

Leben, warum?

Einfach nur wieso, weshalb…

Du tust mir nicht gut,

du gibst mir nur Mist,

du nimmst mir das Letzte.

Warum?

Das bist du? Das ist das Leben?

Wenn du mir noch etwas nehmen willst,

wie wäre es mit dir?

 


Unvollständig  -  21.4.2016

 

Drei Jahre, sechs Monate, zwei Tage, siebzehn Stunden und vierundzwanzig Minuten,

die Zeit verrinnt wie im Watt die Fluten.

Dass Ich das so genau weiß,

ist der allerbeste Beweis.

Beweis wofür, so fragst du dich?

Für einen Sonnenstich? Das ist es nicht.

Halt mich ruhig für verrückt, denn das ist wahr,

Ich war von dir entzückt, schon als Ich dich das erste Mal sah.

 

Gesehen haben wir uns sieben Mal in sieben Jahr’n,

Ich erinner mich genau, wie Ich dich ließ das letzte Mal fahr’n.

Sieben mal Sieben und nochmal sieben weniger,

Ich vermisse dich heut nur umso sehnlicher,

zweiundvierzig, die Antwort auf die letzte Frage,

der Sinn des Lebens, dass Ich dich im Herzen trage.

Zweiundvierzig Monate schon nicht geseh’n,

Ich will nicht länger der Wahrheit widersteh’n.

 

Sinn des Lebens scheint sehr hoch gegriffen,

hab Ich als Kerl doch auch schon and’ren hinterhergepfiffen,

doch du weißt, alle Wege führ’n nach Rom,

Ich stehe wegen dir so heftig unter Strom.

Jener Strom hat Spannung genug,

mich zu tragen, jeden noch so weiten Gedankenflug.

Alle Wege, die Ich ging und immer noch geh, im Jetzt und Hier,

führen immer irgendwie zurück zu dir.

 

In Gedanken reise Ich sehr weit, sehr oft und viel,

ganz egal, ob mit oder ohne Ziel.

Wenn Ich laufe, so doch nur auf einem Bein,

das könnte schwieriger nicht sein.

Wenn Ich fliege, so doch nur mit einem Flügel,

Ich stürz‘ herab, falle unsanft zwischen Hügel.

Wenn Ich schwimme, so doch nur mit einem Arm

und nur im Kreis, ganz voller Harm.

 

Ich denke an dich, was mich mit vielen Gefühlen beseelt

und weiß genau was mir hier fehlt.

Ich fahre mit dem Rad durchs Leben, doch trete ins Leere,

der Kette fehlt ein Glied, wie meinem Himmel die Sphäre.

Ich sitz‘ in einem Boot ohne Ruder auf meinem weiten Meer,

es gibt da etwas, das fehlt mir sehr.

Solange du’s nicht weißt, hab Ich keine Ruh‘,

mein fehl’nder zweiter Part, ja das bist du.

 

Wahrlich seit fast sieben Jahren verliebt,

du fragst dich zu Recht, ob’s sowas noch gibt.

Ich frag‘ mich selbst, warum bist ausgerechnet du mir so wichtig?

Warum andere schlussendlich doch so nichtig?

Es gibt nur eine Antwort und die liegt auf der Hand,

für sie wie für dich stell Ich mich auch an die Wand.

Es gibt nur einen Satz an sich:

Ich liebe dich.

 


Lichtgreifer  -  20.3.2016

 

Maulwurf:

Greife zum Licht,
streife es nicht,
nimm es dir ganz,
und bade im Glanz.

 

Julli Lu:

Verzage nicht,
höre wer spricht,
du sollst bekommen,
was dich macht vollkommen.

 

Maulwurf:

Niemand kann dir geben
das vollkommene Leben.
Wichtig nur der Selbstrespekt,
du selbst bist, was dich macht perfekt.

 

Julli Lu:

So ist es wahrlich,
doch so einfach gar nich'.
Genauso auch nicht zu vergessen,
werde dabei nicht zu versessen.

 

Maulwurf:

Ob einfach oder schwer,
das drängt nicht sehr.
Versessenheit ist nicht zu beklagen,
solang dir egal was andere sagen.

 

Julli Lu:

Was sie an einem beklagen,
ist doch oft nur, was sie nicht wagen
und Versessenheit bis zur Obsession,
sind ungesund in Profession.

 

Maulwurf:

Neid macht ihren Charakter schmal,
deshalb sei's dir egal.
Sei du nur deine eig'ne Hand,
die dich füllt mit Licht bis zum Rand.

 

Julli Lu:

Auf dass es nicht zählt nur für mich,
sondern auch für dich
und für alle Wegsuchenden,
die zu viel schon verwunden.

 


Aufhören  -  2.3.2016

 

Ich höre auf zu trinken.

Es schmeckt nicht mehr,

ist eh nur verschwendete geistige

Abwesenheit

 

Ich höre auf zu rauchen.

Es schmeckt nicht mehr,

ist eh nur verschwendete geistige

Umnebelung.

 

Ich höre auf zu reden.

Es klingt nicht mehr,

ist eh nur verschwendete geistige

Beschäftigung.

 

Ich höre auf zu denken.

Es tut nicht mehr gut,

ist eh nur verschwendete geistige

Anstrengung.

 

Ich höre auf zu hassen.

Es bringt keine Genugtuung mehr,

ist eh nur verschwendete geistige

Erinnerung.

 

Ich höre auf zu lieben.

Es schmerzt zu sehr,

ist eh nur verschwendete emotionale

Verirrung.

 

Ich höre auf zu tanzen.

Es befreit nicht mehr,

ist eh nur verschwendete körperliche

Entkräftigung.

 

Ich höre auf zu feiern.

Es macht keinen Spaß mehr,

ist eh nur verschwendete geistig-emotional-körperliche

Lebendigkeit.

 

Ich höre auf zu schreiben.

Es beruhigt nicht mehr,

ist eh nur verschwendete seelische Befriedigung.

 

Ich höre auf zu leben.

Es macht keinen Sinn mehr,

ist eh nur verschwendete zeitliche

Aufbereitung.

 

Von etwas, das eh im Tod endet.

 


Skills  -  19.2.2016

 

Ich mach so gerne Rap Haus Maus,

sieht doch schon mal ganz schön aus.

Bin Ich auch sehr beflissen,

ist es doch auch sehr beschissen.

Paarreim, Kreuzreim, ist zwar nett,

doch kein sehr fülliges Bankett.

Texte ohne Reime schreiben,

würd so gern dabei bleiben.

Manchmal doch ist es okay,

wenn Ich Worte nur in Reimen säh‘.

Macht der Alkohol auch oft viel dichter,

bin Ich noch lang kein Denker.

Doch denke Ich wohl sehr viel nach

Und entgeh der schlechten Texte Schmach.

Ich habe gute Texte doch zu Hauf,

hör sicher nicht mit Schreiben auf.

Wünscht euch irgendein Gedicht,

ihr werdet seh’n, dass Ich es richt‘.

Philosoph ganz ohne Gleichen,

Haus-Maus muss auch mal reichen.

 


Da Da Dart  -  19.2.2016

 

Ein Dartspiel gegen Sweaty ward
Bis zum bitt'ren Ende sehr sehr hart.
Komm Ich aus dem Schneider raus,
raste Ich vor Freude aus.
Die Hundertelf umgeh Ich,
Wär ja peinlich.
Unter Hundert kommen ist nicht leicht,
Es zu schaffen erstmal reicht.
Spiel ich schon seit so zwei Jahr'n,
Kann manchen Sieg mir wahr'n.
Besser geworden als gute Spieler,
Brauch dafür kein' Drogendealer.
Spielen tu Ich doch zum Spaß,
Gebe trotzdem sehr viel Gas.
Zum Spiel ein kühles Bier,
So genieße Ich das hier.
Habe nicht gespielt im Sitzen,
Kam schon sehr ins Schwitzen.
Wahrlich erst in einem Spiel dir Sieg gebührt,
Habe das doch sehr gespürt.
Baue meine Fähigkeiten aus,
Dann ford're Ich dich wieder raus.
Und eines Tages bin Ich ready,
Zu besiegen auch den Sweaty.

Ein Dank der Good Time Kneipe,
Ich denk, dass Ich zu viel nicht hype.

 


Hunger und Gier  -  16.2.2016

 

Ene mene Miste,

Ich sammel nicht, Ich liste.

Trophäen für Erfolg, die will Ich nicht,

mir geht es um die schön‘ Geschicht.

Manche will Ich oben, manche unten,

aber niemals Tunten.

Verpflichtungen vergessen, was leck’res essen,

mich nur nicht stressen, mich im Guten wissen.

Ich trinke weil Ich will

Und damit meinen hunger still.

Doch hat Hunger viele Gesichter,

Ich alleine bin mein Richter.

Will Ich kuscheln oder Sex,

mit dir oder meiner Ex,

Ich hab bloß Hunger und das sehr,

will von dir doch nur ein bisschen mehr.

Bisschen fingern, bisschen lecken,

diesen Saft mal wieder schmecken,

bisschen vögeln, bisschen ficken,

seid doch nicht so doofe Zicken.

Beziehung graut mir gerade sehr,

will nur Spaß, bin ein Monsteer.

Bin ein gieriges Tier,

bereit zum Angriff stehe Ich hier.

Nicht nur im Sinnesbilde,

nein auch im unteren Gefilde.

Du bist hübsch und machst mich geil?

Meine Träume gehen steil.

Sex mit jeder, nicht mit Fetten,

könnte meinen Geiste retten

und zufriedenstellen meine Lenden,

alles zum Guten wenden.

 


Meine Odyssee  -  15.+16.2.2016

 

Wider Erwarten ward die Schlacht geschlagen,

nach Jahren konnte Ich den Heimweg wagen.

Der Weg schien von der Zeit nicht weit,

meine Gedanken war’n befreit.

Nun bald schon sieben Jahr' auf See,

warte ab und trinke Tee.

Mein Leben ward zum Scherbenmeer,

es schneidet scharf und schmerzt mich sehr.

Ich bin Herr meines eig’nen Schiffs,

mit gestorb’ner Mannschaft, Ich begriff‘s.

Wieder und wieder gerate Ich in Not,

ein ums andere Mal, entgehen dem Tod.

Mein Kompass ist schon lange futsch,

ging mit meinen Karten, in einem Rutsch.

Doch wenn Ich auch die Orientierung verlor

Und auf hoher See sehr fror,

so wardst du mein Polarstern,

dir folgte Ich schon immer gern.

Gerate Ich in heft’gen Sturm,

so denn führst du, mein Leuchtturm.

Würd so gern geborgen schlafen,

du wärst der sicherste Hafen.

Ist denn auch stark der Wellengang

Und höre Ich des Meeres Todessang,

so Angst habe Ich doch nicht,

mein Schiff und Ich trotzen der Gischt.

Die schlimmste Überfahrt ist’s allemal wert,

dich zu lieben sicher nicht verkehrt.

Und werden auch noch voll die zehn Jahre,

Ich bin Odysseus, das hier meine Odyssee.

 


Das ganze Puzzle  -  2.2.2016

 

Gegangen bin ich, mit falschem Ziel,

Gedanken gemacht hab ich mir viel.

Die richtige Entscheidung war es nicht,

Doch bringt es nichts, dass ich über mich selber richt'.

 

Verlassen wurd ich, unerwartet,

Meine Gefühle sind dran ausgeartet.

Hier bin ich nun im ew'gen Weiß,

Obwohl es brennt, liegt's Herz auf Eis.

 

Kommst du zurück, im Zeitenlauf,

Taut es dann denn wieder auf?

Noch ist keine Sicherheit entfacht,

Doch hab ich längst schon kehrtgemacht.

 

Es drückt der Kopf und nicht der Schuh,

Mache kaum die Augen zu.

Muss meine Gedanken irgendwie befrein,

Dann schlaf ich sicher wieder ein.

 

Pro und Kontra, zu Hauf im Kopf,

Meine Entscheidungskraft, sie hängt am Tropf.

Doch was hilft mir quatschen und auch tuscheln,

Will doch eigentlich nur kuscheln.

 

Ist die Entscheidung mal getroffen,

Schon bald, so will ich hoffen,

Und weiß ich dann bescheid,

So schwör ich denn den Eid:

 

Sind wir auch die größten Schussel,

Zusammen nur das ganze Puzzle.

 

So oder so.

 


Ausnahme  -  1.1.2016

 

Ich will vergessen,

wag dich, mich zu stressen.

Lass mich trinken,

ich lass dich sinken.

Trink Ich dir zu viel?

Du bist raus aus meinem Spiel.

Nur mit Alkohol

fühl Ich mich wohl.

Bier wird bei mir nicht schal,

ihr seid mir so egal.

Ich bin dir wichtig?

Du bist mir nichtig.

Ihr alle drei.

Ich bin schon lang entzwei.

Nur bei einer trink Ich Cola,

genau da fühl Ich mich wohler

und wenn’s dir nicht passt,

bist du ein Spast.

Werf ab die Last,

bevor Ich ausrast‘.

Zieht einfach Leine,

Ich brauch nur eine.

 


An letzter Front  -  Sep + 28.10.2015

 

Mein Leben, Ich fleh‘ dich an,

bring du es für mich zu Ende,

Ich schaff’s nicht mann,

unwillig sind meine Hände.

 

Ich muss ertragen so viel,

lebe wie ein gequältes Tier,

Ich will raus aus diesem Spiel,

doch hält mich die Liebe zu dir.

 

Also leide Ich im Stillen weiter,

schaue zum Horizont,

begrüße die apokalyptischen Reiter

und halte die Front.

 

Mein Leben ist ein Krieg,

Gefühlsgemetzel und emotionale Dolche warn’s was Ich sah,

hab nie verloren die Hoffnung auf Sieg,

doch der Untergang ist nah.

 

Ich bin das letzte Schiff, das sinkende,

mit vernebelter Sicht,

verteidige mich bis zum bitt’ren Ende,

denn schwimmen kann Ich nicht.

 


Amnesie  -  28.10.2015

 

Erinnerungen, wir häufen so viele an.

Gute, schlechte, wunderschöne, todtraurige.

An Freunde, an Beziehungen, an Zeiten, an Orte, an Momente, an bloße Sekunden.

Ich hab Angst sie zu verlieren.

 

Eine große Liebe, wie nie empfunden.

Weder zuvor, noch seitdem.

Noch nach Jahren beschleunigter Herzschlag, weggefegte Sorgen, jedes kleine Glück die Welt.

Ich hab Angst sie zu verlieren.

 

Eine tolle Woche, wie so oft erlebt.

Gute Freunde, gute Gespräche, geile Aktionen, durchgezechte Nächte zu guter Musik.

Reinste Partylaune, pures Leben in vollen Zügen.

Ich hab Angst sie zu verlieren.

 

Eine Begegnung, rein zufälliger Art.

Egal ob mit alten Freunden oder bis dato Unbekannten.

Die bloße Begegnung, nur ein kurzer Augenblick, Bruchteil unseres Lebens, doch

Ich hab Angst sie zu verlieren.

 

Meine Geschichte, von Anfang bis heute.

Ob erlebt, verdrängt, erinnert, niedergeschrieben, erzählt oder bedacht.

Nur eine von vielen, aber MEINE Geschichte.

Ich hab Angst sie zu verlieren.

 

Meine Erinnerung, so vollständig wie möglich.

Man wird alt, das ist nicht zu ändern, mancher mehr, mancher weniger.

Mancher wird senil, kriegt Alzheimer, Ich will es nicht.

Ich hab Angst sie zu verlieren.

 


Meine lieben Gefühle  -  4.8.2015

 

Meine lieben Gefühle:
hier liegt ihr bei mir,
die Sterne leuchten durchs Fenster herein.
Ihr kennt dieses Licht.
Nicht lange her, da grifft ihr nach ihnen,
hättet sie vom Himmel geholt.

Ein Wagen mit Blaulicht naht,
er hält unter dem Fenster an dem ihr liegt,
ihr meine lieben Gefühle.
Ihr hättet alles getan, alles geschafft,
alles möglich gemacht, jeden Wunsch erfüllt.
Und nichtmal für euch.

Ich lächle, ja ich lächle einfach.
Das weiße Laken, auf dem ihr liegt,
ist rot statt weiß, blutgetränkt.
Ich lasse das Messer fallen.
Dreiundzwanzig Stiche waren nötig,
doch nun ists vorbei.

Laute Schritte, von weit her,
Klopfen, Pochen auf Holz, immer lauter werdend.
Ich schüttel den Kopf, lege euch zurecht,
wie ein Smiley liegt ihr nun da
und lächelt mich an.
Ich lächle einfach nur zurück.

 


Was wir alles zusammen erlebt haben,
Gutes sowie Schlechtes.
Doch das Schlechte wurde euch zum Verhängnis,
aber das interessiert euch nun nicht mehr.
Poltern, Getrampel, Rufe,
Ich krieg das alles gar nicht mit.

Ich schaue aus dem Fenster, betrachte die Sterne,

ihr Strahlen und sage unter Tränen:
"Ich hätte sie dir geschenkt, allesamt".
Und Ich breche in schallendes Gelächter aus.
Meine Arme nun hinterm Rücken zusammengebunden,
sitze Ich in einem Wagen mit blauen, blinkenden Lichtern.

 


Erkenntnis II  -  27.7.2015

 

Der Raum ist hell, lichtdurchflutet.

Auf dem Tisch in der Mitte

Steht die erloschene Kerze,

der Rauch hat sich verzogen.

 

Der Raum ist ansonsten leer,

bis auf den einen Stuhl

in der hintersten Ecke.

 

Davor stehe Ich,

vom Licht der Erkenntnis geblendet,

gewöhnte mich gerade an die Helligkeit.

Das warme, helle Licht tut so gut,

Ich genieße es in vollen Zügen.

 

Man hat eben nicht immer Pech,

das Leben kann auch toll sein.

Ich sonne mich im Licht des Glücks,

gehe darauf zu,

doch zu voreilig…

 

Mit einem ‚Rumms‘ schlägt die Tür zu,

taucht mich erneut in Dunkelheit.

Ich stolpere, falle neben den Tisch.

 

Die Dunkelheit kann auch Erkenntnis sein.

Mir fehlt nur diesmal die Kraft aufzustehen

Und die Kerze wieder zu entzünden…

 


Wie ein Fremder  -  19.7.2015

 

Mitfühlend schaue Ich in das Gesicht,

Schmerz steht darin geschrieben,

Frohsinn sieht man nicht,

weder Glück noch Hoffnung scheinen geblieben.

 

Mutlosigkeit hat sich in den Blick gesetzt,

große Enttäuschung spricht aus den Augen,

als hätt‘ man ihm das Herz zerfetzt

und ihm das letzte bisschen Kraft entzogen.

 

Ich will ihn fragen,

was er so schreckliches erlebt,

was ihn für Gedanken plagen,

aber keine Antwort er gibt.

 

Traurigkeit in jeder Zelle Haut,

ein aufflammender Hass im Blick,

der sich hinter der Fassade staut,

Ich glaub Ich erstick‘.

 

Kann nicht sprechen…

Will helfen…

Strecke meine Hand aus… und…

Berühre festes, kühles Glas.

 


Per Zug  -  17.7.2015

 

Gleis 23, Hauptbahnhof Leben.

Ich warte auf meinen Zug,

der mich da hinbringt,

wo Ich mal hinwill.

Fahrkarte habe Ich, alles geplant.

Ein Zug kommt, fährt durch.

Der nächste kommt, fährt durch.

Und wieder einer…

Alle in meine Richtung,

aber keiner macht hier Halt.

Nirgendwo ein Fahrplan,

kein Beamter zur Stelle…

Verloren stehe ich hier,

setze mich auf meinen Koffer.

Darin: Meine Erinnerungen und Erfahrungen.

Busse gibt es keine, Taxen sind unbezahlbar.

Verloren…

Ein Zug hält, aber falsche Richtung,

Ich bleibe sitzen.

Dann endlich, der richtige hält,

Ich steige ein.

Doch schnell bleibt dieser mit Motorschaden stehen.

Ich steige aus und nehm den nächsten,

ob er hält oder nicht.

 


Scherbenmeer  -  17.7.2015

 

Hier stehe Ich nun,

bringe mein Leben in Ordnung,

mich mit mir selbst ins Reine,

passe meine Persönlichkeit an,

damit es mir besser geht.

Es fühlt sich gut an,

keine Frage,

Ich schlug einen guten Weg ein.

Wie geht es mir denn?

Schwierige Frage…

Wo stehe ich?

Am Ufer.

Vor mir ein Meer.

Ein Meer aus Scherben.

Zerbrochen alles, was mir etwas bedeutete,

spitz und scharfkantig

schneidet es durch meine Haut.

Es sollte alles besser werden

Und hier stehe Ich nun,

an der Steilküste,

auf den Klippen am Abgrund.

Klammere an den letzten Halt, den Ich noch habe.

Bricht der ebenfalls weg,

dann springe Ich.

 


Ein Grund zum Feiern  -  10.6.2015

Wir entgehen der Vernichtung

In eine andere Richtung

Und erreichen die Schlichtung

Mithilfe von  gutem Alkohol.

 

Lieber eine gute Versaufung,

Statt der anderen Ersaufung,

Denn das wäre eine riesen Verschwendung

Von gutem Alkohol.

 

Morgen gibt’s ein großes Besäufnis,

Mann das wird ein Ereignis,

Geradezu ein Erlebnis,

Dank dem guten Alkohol.

 

Und ist dann alles versoffen,

Unsere Gedanken ersoffen

Und wir gar sehr besoffen,

Ein lautes Prost dem guten Alkohol!

 


Mal was Schönes  -  26.5.2015

 

Ich hab da einen Schmuseigel,

der mag sehr gerne Schokoriegel.

 

Er raucht wieder eig’ne Kippen,

piekt mir gern in meine Rippen.

 

Grinst von einer hin zur and’ren Backe,

trunken vor Glück, geradezu hacke.

 

Hat noch Stress zu Hauf,

während Ich ihr Herz erkauf.

 

Doch alles wird sich zum Guten wenden,

zufrieden sind dann meine Lenden.

 

Trinke nun gemütlich Bier,

bald, dann heißt es „wir“.

 

Der Gedanke jedenfalls ist schön,

wir werden es dann seh’n.

 


Ein Privileg  -  24.5.2015

 

Ich kanns dir kaum sagen,

doch will Ich es wagen,

ohne dass mich Zweifel plagen,

oder Gewissensbisse an mir nagen.

 

Dich zu seh’n ist immer eine Freud,

mir werden ganz egal die andern Leut,

wir können über alles reden, auch über Freud,

Ich könnt dich jeden Tag vermissen, so wie heut.

 

Dich im Arm zu halten, ist die größte Wonne,

dein Lächeln strahlt wie die Sonne,

Wie gut, du bist keine Nonne,

würd sonst treten mein Herz in die Tonne.

 

Ich wand’re hier auf schmalem Steg,

doch gehe weiter diesen Weg,

während Ich mein Gewissen zur Seite feg,

bei dir zu sein, das größte Privileg.

 


Erkenntnis  -  18.5.2015

 

Der Raum ist dunkel.

Auf einem Tisch in der Mitte

Brennt eine einzelne Kerze,

spendet trübes, flackerndes Licht.

Ansonsten ist der Raum leer,

bis auf einen einzigen Stuhl,

in der dunkelsten Ecke.

Darauf sitze Ich,

in dem fahlen Licht kaum zu sehen.

Unbewegt verharre Ich,

lausche der Dunkelheit.

Ein kurzer Flammenschein

Zuckt über mein Gesicht,

meine harten, emotionslosen Züge

und taucht mich wieder in den Schatten.

Die Stille ist erdrückend.

Ein leichter Luftzug löscht die Kerze,

das Nichts verschlingt mich.

Dann geht eine Tür auf

Und grelles Licht

Nimmt mir die Sicht.

 


Sorgenpäuschen  -  18.5.2015

 

Maulwurf und Frau Morgenstern,

Wollen in den Norden gern,

Dann wären alle Sorgen fern.

 

Faulenzen am Strand,

Umgeben von Wasser und Sand,

Geschützt vor Sonnenbrand.

 

Nachts nirgends 'ne Laterne,

Wir schauen in die Ferne,

Zählen all die kleinen Sterne.

 

Ein schönes kleines Träumchen,

Von einem willkommenen Päuschen,

Mit einem lieben, umwerfenden Igelchen.

 


Alles falsch  -  30.4.2015

 

Ich will das Beste für meine Freunde,

mische mich zu sehr ein, sagen sie.

Ich bin immer da,

vernachlässige sie, sagen sie.

Ich setze sie an erste Stelle,

sie sind zweite Wahl, sagen sie.

Ich verzeihe Fehler,

bin selbst fehlerhaft, sagen sie.

Ich stelle mein gebrochenes Herz zurück,

verletze sie immer wieder, sagen sie.

Ich vertraue ihnen so gut Ich kann,

bin nicht vertrauenswürdig, sagen sie.

Ich bin eigentlich viel zu lieb,

doch oft forsch und gemein, sagen sie.

Ich mache alles richtig,

und doch alles falsch, sagen sie.

Ich mache alles falsch,

sage Ich.

 


Weiter denn je  -  28.3.2015

 

Belüg mich,

Ich vertrau dir nicht mehr.

Betrüg mich,

du wirst sehen, was du davon hast.

Hintergeh mich,

du wirst die Rechnung schon kriegen.

Verleumde mich,

bezahlen wirst du sie auch.

Nimm mir das Wichtigste,

Ich hasse dich nur dafür.

Nutz mich aus,

Ich scheiß auf dich.

Verrate meine Freundschaft,

du kannst mich mal, das bleibt nicht unbeantwortet.

Brich mir das Herz,

dann will Ich Genugtuung!

Verletz meine Gefühle,

Ich verletze dich.

Lass mich leiden,

Ich will dich leiden sehen.

Gehst du zu weit,

geh ich weiter denn je.

 


Resignation  -  12.10.2014

 

Fu(ck)!

 


Resümee  -  1.6.2014

 

Angelehnt an einen Baum,

am Rheinufer sitzend,

höre Ich die Umwelt kaum,

so Bleistift spitzend.

 

Ich zeichne mir ein Bild vom Leben,

was habe Ich bekommen,

was kann Ich noch geben,

der Alkohol macht ganz benommen.

 

Ich bin hoch geflogen,

über Meere geschwommen,

um viele Ecken gebogen,

habe Berge erklommen.

 

Doch sitze Ich hier,

am tiefsten Punkt,

hinter verschlossener Tür,

oder…. aber… und…

 

Es erscheint ein Schlüssel dafür,

wie durch des Schicksals Hand.

 


Depression  -  20.4.2014

 

Du schaust zum Himmel,

siehst graue Wolken,

aufziehenden Regen,

Gewitterwolken am Horizont,

der Wind steht ungünstig.

 

Der Wind wird schon drehen,

Wolken werden sich verziehen,

die Sonne kommt schon wieder,

um zu wärmen,

mit ihren hellen Strahlen.

 

Ja, der Wind dreht ständig.

Doch die Wolken verziehen sich nicht,

werden nur hin und her getrieben.

Es bleibt dunkel, kalt, grau.

Nur das Gewitter kommt näher.

 

Dunkelheit, Kälte, Einsamkeit.

Am Horizont sehe Ich Sonnenlicht,

doch die Wolken gehen nicht.

Ich laufe auf den Horizont zu,

doch die Wolken ziehen stetig mit.

 

Das ist Depression.

 


Blut  -  1.4.2014

 

Blut ist die Sprache,

die alles beschreibt.

Blut zeigt Gefühle,

zeigt Abgründe auf.

Blut ist Hitze,

jeder kann sie spüren.

Blut kocht,

bei angespannter Stimmung.

Blut wird fließen,

ob du gewinnst oder verlierst.

Das Leben ist ein Spiel,

Blut der Einsatz.

Manches Spiel lässt sich nicht gewinnen,

der Einsatz geht verloren.

Der Endboss ist nicht mehr weit,

der Kampf wird blutig.

Blut schreit,

verbissen, Krallen ausfahrend.

Das Tier, es lebt,

zerrt an den Gittern.

Sie geben nach,

der Käfig zerbricht.

Blut ist Durst,

Blutdurst ist groß!

 


Ausbruch  -  3.2.2014

 

Ein lauter Schrei ertönt,

das Biest ist erwacht,

es knurrt im Käfig,

wittert die Chance.

 

Erhebt sich, dreht sich,

lauscht,

fletscht die Zähne,

das Blut in die Glieder rauscht.

 

Unruhig wandert es auf und ab,

am Gitter entlang.

Ein erneuter Schrei,

das Monster geifert und keift.

 

Es sammelt seine Kraft,

wirft sich gegen die Stäbe,

der Käfig erzittert,

immer und immer wieder.

 

Wut entfacht,

die Schulter schmerzt,

doch Hass gibt Kraft,

Stoß für Stoß.

 

Die Gitterstäbe biegen sich,

doch brechen nicht,

Stahl ist hart,

doch der Wille härter.

 

Die Pranken an die Stäbe,

unter donnerndem Gebrüll

zerreißt es den Käfig

und Othirâ ist frei.

 


Alle Jahre wieder  -  26.12.2013

 

Weihnachten ist da.

Alles munter, alles froh?

"Ja klar!"

Ist das so?

 

Menschen fallen sich in die Arme,

sprechen von Liebe und Zusammensein,

von ihren Liebsten und deren Wärme,

niemand ist in dieser Zeit allein.

 

Während sich alles aneinanderschmust,

wird mir diese Zeit vermiest.

Hätt so gern meine Liebsten hier bei mir,

doch muss Ich sie vermissen, so schrecklich sehr.

 


Der Blick nach oben  -  19.8.2013

 

Ich schaue nach links,

Frühlingsgefühle überall.

Unternehmungslust, sonnige Gesichter, Glück.

 

Ich schaue hinter mich,

Winter.

Kalte, dunkle Stimmung, Schneestürme.

 

Ich schaue nach rechts,

Herbstgefühle.

Erste kühle Nächte, wärmende Arme, Kerzenschein und Zufriedenheit.

 

Ich schaue skeptisch nach vorn,

Sommerhitze.

Schwüle, dicke Luft, Trägheit, Reizbarkeit.

Ein Gewitter zieht auf.

 

Ich drehe mich weiter gegen den Uhrzeigersinn.

Frühling, Winter, Herbst, Sommer,

immer dasselbe Bild.

 

Die Zeit soll sich zurückdrehen,

doch sie tut es nicht.

Es geht weiter. Weiter nach vorn.

Inmitten ins Gewitter hinein.

 

Ich schaue unter mich,

kalter, steiniger Boden.

Monoton, trostlos, grau.

 

Ich schaue nach oben,

sehe Vögel,

die mit meinen Träumen und Hoffnungen über mir dahinziehen.

 

Sie drehen ihre Köpfe zu mir, lächeln mich an und winken.

 


Realer Traum  -  10.8.2013

 

Alles irgendwie verschwommen,

so unreal.

Was ist hier los?

Ich fass es nicht...

Wieso fühlt sich nichts echt an?

Ich leb doch gar nicht im Traum.

Ich tu so, als wär's einer.

Keine Konsequenzen,

egal was Ich tue.

Das kann doch nicht sein,

Ich muss aufwachen!

Ich will fühlen,

dass das die Realität ist.

Ich fühle mich gefangen in Nebelschwaden,

die mein eigener heißer Atem verursacht...

 


Gebrochene Fesseln  -  8.7.2013

 

Ich schaue in den Spiegel,

sehe müde Augen, die mich anblicken,

verschließe im Herzen den Riegel,

lasse das Schloss klicken.

 

Nein, funktioniert nicht.

Die Gefühle sind weiterhin da.

Ich betrachte jenes Gesicht,

erinner mich, was Ich niemals war.

 

Ich sehe Gutmütigkeit,

Vertrauenswürdigkeit, eine sachte,

Vernunft und Besonnenheit,

oh wie Ich es verachte.

 

Nehme die Fesseln ab,

lasse die Wut heraus,

die Ich in mir hab,

es zerbricht das Glashaus.

 

Ich ergreife den Hammer,

zerschlage den Spiegel in tausend Stücke,

das wollt Ich schon immer.

Sehe nur noch gebroch’ne Blicke.

 


Knöpfe drücken  -  27.5.2013

 

Das Monster ist erwacht,

die Gier ist groß.

Es gewinnt an Macht,

was tu Ich hier bloß?

 

Bin Ich das oder er?

Egal, denn wir sind eins,

lohnt keine Frage mehr,

Verbot, wir sehen keins.

 

Ich griff nach jenem Kelch,

es ward ganz warm.

Bin kein Elch,

auf irg’nd’er Farm.

 

Das heilig Reich es zittert,

unter meiner starken Hand.

Die Erlösung es wittert,

Tau zieht übers Land.

 

Sind nur Gedanken,

bis der Hammer fährt nieder

und alles gerät ins Wanken,

wieder und immer wieder.

 


Besser als Wandern  -  5.5.2013

 

Die Sonne scheint ganz hell,

der Tag vergeht viel zu schnell.

Warum denk Ich jetzt an Wilhelm Tell?

Ist komisch, gell?

 

Eben wachte Ich auf,

meine Gedanken schweifen hoch hinauf,

hier nun, auf dieser Tauf‘.

Ich freu mich, wenn Ich nach Hause lauf.

 

Morgens dieses Gesicht zu erblicken,

egal wie schnell die Uhren ticken,

lässt mein Herz viel eher nicken,

als wild durch die Gegend zu wandern.

 


Seelenhaut  -  3.5.2013

 

Die Seele hat eine Haut,

die Risse bekommt,

wenn es einem das Wichtigste klaut,

heute wird gestompt.

 

Enttäuschung, Erinnerung und Sehnsucht,

sind wie Parasiten auf der Seelenhaut.

Sie rammen ihre Zähne hinein mit Wucht,

Die Tanzfläche wie für mich gebaut.

 

Jene Hülle wird langsam zerissen,

von den vielen Bissen

und durchbohrt mit einer Lanze,

das ist der Grund warum Ich tanze.

 


Wo bist du  -  2.3.2013

Wo bist du?

Ich suche dich.

Eben sah Ich dich noch,

nun bist du verschwunden.

Bin Ich blind?

Bin Ich blöd?

Da, genau da standest du!

Ich schaue mich um, überall,

aber Ich sehe dich nicht.

Weg, einfach fort.

Mein Optimismus spricht,

sagt, du bist ganz nah.

Mein Verstand spricht,

sagt, du bist momentan nicht da.

Mein Gefühl spricht,

sagt, du bist viel zu weit weg.

 


Alles nur Nebel  -  17.2.2013

 

Es ist Nacht,

eisige Kälte durchdringt mich,

lässt mich zittern,

und die Finger blau anlaufen.

 

Dumpf klingt mein Herzschlag,

mein Atem ist schwer.

Mein Blut kocht,

es heizt mein Körper so gut er kann.

 

Zu meiner sich kondensierenden Atemluft

Gesellt sich der Rauch meiner Zigarette.

Eine Nebelschwade entsteht,

nimmt mir die Sicht für kurze Zeit.

 

Der Flachmann fast leer,

wärmend läuft die Flüssigkeit durch den Hals.

Allmählich zieht auch im Kopf ein Nebel auf.

Alles wirkt so unwirklich.

 

Erneuter Qualm in der Luft

Bildet die unmöglichsten Formen.

In einer wilden Verwandlung dann,

verschwindet er einfach.

 

Wenn meine Gedanken das doch auch könnten.

Unmöglichste Formen im Kopf,

Gedanken, so unreal wie diese verschwommene Welt.

Aber nichts verschwindet.

 

Ich atme tief ein,

spüre die Kälte in der Lunge,

atme seufzend wieder aus

und sehe das, was Ich gern täte.

 

Ich bekam so viele Worte zu hören,

doch kaum Taten zu sehen.

Wer bin Ich,

dass man mich so allein lässt…

 


Bedürfnisse  -  16.2.2013

 

Ich bin müde, muss schlafen,

aber Ich will nicht.

Die Nacht ist so grausam still,

so dunkel, so leer.

 

Ich habe Hunger, muss essen,

aber Ich will nicht.

Mein Magen dreht sich,

allein beim Gedanken daran.

 

Ich habe Durst, muss trinken,

aber Ich will nicht.

Das Wasser so grau,

wie die Mauer, die Ich bau.

 

Ich zitter vor Kälte, muss mich wärmen,

aber Ich will nicht.

Sie fehlen mir… alte Freunde, alte Zeiten.

Ich erfriere innerlich.

 

Ich bin atemlos, muss Luft holen,

aber Ich will nicht.

Keiner hört mich,

bin nur eine Stimme im Wind.

 

Fünf Bausteine zum Leben,

so unglaublich wichtig.

Nichts als endloses Geben,

endlose Leere, völlig Nichtig.

 


Wenn einmal…   -  11.12.2012

 

Schon immer versuchte man,

so gut man kann,

der tolle Freund zu sein,

um Probleme anderer, zu halten klein.

 

Sich selbst hint‘ an stellen,

schlucken, alle bitt’ren Pillen.

Eigene Sorgen verstecken,

auch wenns heißt, fast dran zu verrecken.

 

Als Alphatier,

stand Ich immer hier.

Wollt‘ sich jemand auskotzen,

konnt‘ er’s mir vor die Füße rotzen.

 

Doch irgendwann kommt der Tag,

wo Freunde fernbleiben

und man nicht mehr zu helfen vermag,

weil sich keiner will die Zeit mit mir vertreiben.

 

Man wird ersetzt,

fühlt sich verletzt.

Man bekommt kein Danke zu hören,

auch nicht zu spüren.

 

Die Nachfrage dessen wird rar,

was Ich als Lebensaufgabe sah.

Stehe nicht mehr da, wo Ich mich einst befand,

Alphatier im Ruhestand.

 

Suche nach neuen Zielen,

morsch sind meines Bodens Dielen.

Aus Lebensaufgabe,

wird Lebensaufgabe.

 

Was bleibt, ist die Sehnsucht nach dir,

welche lässt Hoffnung mir.

Wenn einmal fehlt, das Gute der Zeit,

sich etwas anderes ins Leben reiht.

 

Nicht dem Alten hinterher sein,

lieber nach Neuem schrei’n.

Wer nicht will, der hat wohl schon.

Mich kümmert nicht des Desinteresses Hohn.

 


Im Tunnel gestrandet  -  16.11.2012

 

Seit drei Jahren kämpfe Ich nun,

mit dem was so manch einer hasst.

Würde so gerne ruh‘n,

doch gibt’s keine Rast.

 

Schon oft Ich sie bezwang,

die Sehnsucht stoppte mich nie,

so lang Ich mit ihr rang.

Nun zwingt sie mich in die Knie.

 

Kalt und scharf,

das Mittel, das damals nutzte.

Schnell den Gedanken Ich verwarf,

Ich stutzte…

 

Wo bin Ich hier gelandet?

Wie geht es weiter?

Bin gestrandet…

Ich hör’s, nun schreit er…

 

Kein Licht, kein Weg,

der Tunnel so endlos lang…

Alle Gedanken wie weggefegt…

Warte bis verstummt der letzt Gesang…

 


Sehnsucht  -  21.10.2012

 

Sehnsucht? Hab Ich nicht.

Sie ist ja hier.

Ich genieße die Wärme, das Licht,

und den wunderschönen Moment mit ihr.

 

Doch halt! Ich vergaß!

Sie muss ja gleich schon wieder weg!

Der Platz ist leer, wo sie eben noch saß,

mein Herz bekommt ‘nen Schreck.

 

Etwas reißt mich vom Stuhl, zurück,

Ich entferne mich immer mehr.

Bleibe langsam stehen, Stück für Stück,

und fühle mich so leer.

 

Bewege mich kaum,

Stille, Ruhe im Raum.

Mein Herz schlägt schnell für seinen Sinn,

doch wozu, solang Ich ohne sie bin?

 

Wenn Gefühle quälen,

man vor der Zeit ergreift die Flucht.

Wenn Personen fehlen…

Dann … hat man Sehnsucht.

 


Der gute Mann  -  28.7.2012

 

Es war einmal ein guter Mann,

Der kämpfte die Schlacht, die er Leben nannte.

Sieg und Frieden war es, wonach er sann,

Doch der stärkste Feind war jener, den er am besten kannte.

 

Ohne inneres Monster durchsteht sich kein Krieg.

Der rein Gutmütige lässt seine Waffen fallen,

er braucht den Wahnsinn für den Sieg.

Wut, keinen Rückhalt, kein Gewissen und scharfe Krallen.

 

Ohne Rückhalt wird das Tier zum eignen Feind

und der kennt keine Grenzen, keine Gnaden.

Keine Chance zu entkommen, wie mancher meint,

in Blut will er baden.

 

Der gute Mann wusste, es gibt keinen Weg,

er gab auf,

sah nur das Ende von seinem Steg.

Der Rest nahm seinen Lauf.

 

Neu gewonnene Kraft, stärker denn je, oh ja.

Bereit einen neuen Weg anzuführen,

es war das Gute was man sah,

doch er bekam die Krallen zu spüren.

 

Die Schlacht ging weiter,

es war bloß nicht mehr seine.

Das Tier erklomm die Leiter,

ist klar was Ich meine?

 


Der Kampf mit dem Monster  -  5.7.2012

 

Etwas Böses liegt in der Luft.

Chaos, Chaos im Kopf,

mein Gespür, es ruft.

Doch ohne Worte, wie am Tropf.

 

Gefühle übermannen mich,

bin hilflos, habe Angst.

Orientierung, keine findet sich,

mein Herz, dein letztes Lied du sangst.

 

Die Kontrolle verloren,

er steigt aus mir auf.

Das bittere Ende ist geboren,

das Geschehen nimmt seinen Lauf.

 

Er hält mich in seinen Klauen,

Ich winde mich, doch komme nicht los.

Er hatte Zeit seine Macht auszubauen,

was mache Ich bloß

 

Der Kampf ist verloren,

er bricht heraus.

Wird sich durch meine Haut nach draußen bohren,

dann ist es aus.

 

Mit euch, mit mir,

Ich existiere nicht mehr.

Es endet hier.

Die einst liebenswerte Seele…ist leer.

 


Licht im Dunkel  -  6.5.2012

 

 

Ein Nebel verschleiert die Zukunft.

Irgendwo hindurch scheint ein bisschen Licht.

Es geht hier nicht um die Frage nach Gefühlen oder Vernunft.

Was nun passiert, Ich weiß es nicht.

 

Die Dunkelheit verschwindet,

das Licht wird heller.

Einzig mein Herz sich noch windet,

doch es schlägt bereits schneller.

 

Ist es falsch, oder ist es echt?

Nach alle dem was war,

Ich weiß nicht recht.

Dies wird mir hoffentlich noch klar.

 

Was mein Herz will, das weiß es noch,

allein der Wunsch nach Glück besteht,

doch klafft dort dieses Loch,

durch das nur wenig Licht durchgeht.

 

Das Loch, es muss sich schließen,

die Entscheidung ist gefallen.

Kein böses Etwas durch den Kopf mir soll schießen,

dass alles wird, Ich kann’s nur hoffen.

 


Wut und Eifersucht  -  24,10.2011

 

Lang vergangen, die guten Tage,

Jahre ist es her.

Sieh‘ wie Ich seit langem daran nage,

Ich ertrage es nicht mehr.

 

Willenskraft gestorben, Träume zerstört,

leerer Kopf, leeres Herz,

die Seele ist einsam und nun hört:

die Hoffnung stirbt voller Schmerz.

 

Ob zuletzt oder nicht,

sie zerstreut sich wie des Wassers Gischt,

nach Nord, Süd, West und Ost,

die Scharniere des Lebens voller Rost.

 

Liegt es am Schicksal, an Gott oder an mir,

Ich werde langsam zum Tier,

denn immer dann, wenn Ich was will,

bekomme Ich nur Müll!

 

Versaut, auch meine allerletzten Wünsche,

ist das das Existieren allen Seins?

Dieser Mistkerl, den Ich noch lünche…

Ich hasse das Leben, vor allem meins!

 


Feuer und Eis  -  6.9.2011

 

Mein Herz brennt,

ein gewaltiges Feuer,

es ist besser ihr rennt,

solche Gefühle sind teuer.

Sie kosten mich mein Leben,

ist euch das geheuer?

Ich muss es einfach geben,

nun bau Ich diese Mauer.

 

Das Herz will, was das Herz will.

Bis zum Ende belastbar, macht es nicht der beste Drill.

Eingefrorenes Herz,

abgestellter Schmerz.

Sind Gefühle auf Eis,

weiß nicht, wie Ich heiß.

 

Ich singe traurige Lieder,

will meine Seele wieder.

Mache den Eisblock heiß,

und bezahle den Preis.

 

Meine Welt dahin,

hat alles ‘nen Sinn?

Vielleicht, vielleicht auch nicht…

Ich weiß nur eins,

es zerbricht und zerbricht.

 


Anruf verpasst  -  8.2.2011

 

Bum, bum, bum…ein langsamer Herzschlag…

Gedanke an Mädchen vom Vortag,

bum bum, bum bum, bum bum…der Herzschlag wird schneller.

Schreck! Die Gabel fällt auf den Teller.

 

Sie hat gestern Abend noch angerufen,

wollte sich im Gespräch vertiefen.

Ich war nicht da, hab‘s verpasst,

Gott, wie hab Ich das gehasst!

 

Ich springe auf und renne zum Telefon,

meine Liebste, Ich komm ja schon!

Mein Teller fällt, zerbricht zu Scherben,

„werden die Kinder wohl doch nichts erben“.

 

Es klingelt, sie nimmt ab, „Hallo?“,

„Hey, Hi! Wie geht’s dir so?“.

Ich höre sie, mir geht’s wieder gut,

vor so einer Liebe, zieh Ich meinen Hut.

 


Unhaltbar  -  5.1.2011

 

Die Welt bleibt stehen,

Zeit erstarrt.

Das Herz schlägt schneller und schneller,

Ich will danach greifen,

aber es ist, als würde Ich weggezogen.

Mit Lichtgeschwindigkeit rase Ich rückwärts davon weg,

die Uhrzeiger kennen kein Halten mehr.

Mit verzweifeltem Schrei versuche Ich,

es mit allerletzter Kraft doch noch zu fassen zu kriegen,

doch es ist weg.

Wie vom Erdboden verschluckt.

 

Ich knie hier, wo Ich eben noch stand.

Die Welt dreht sich ganz normal,

die Uhr tickt im gewohnten Rhythmus.

Alles wie vorher, könnte man meinen.

Doch…

Ein winziges Detail fehlt.

Und mit ihm,

die Kraft wieder aufzustehen.

 


Die Liebe  -  10.9.2010

 

Die Liebe schenkt uns großes Glück,

sie macht uns halb oder gar ganz verrückt.

Die Liebe beflügelt unser Herz, unsere Sinne und den Verstand,

sie lässt uns liegen, in der Sonne am Strand.

Die Liebe pflanzt Ideen und Träume,

sie stärkt Kreativität und Aufgeschlossenheit,

sie sorgt dafür, dass Ich vom Leben nichts versäume

und meine Visionen mache, zur Wirklichkeit.

Die Liebe gibt uns alles, was wir brauchen,

um in die Freude an dieser Welt zu tauchen.

Die Liebe schafft einen Gedankenhorizont wie auf hoher See

Und nur die Liebe… tut so unglaublich weh.

 


Prometheus

 

Prometheus, der Gott mit unsterblicher Leber,

hing überm Abgrund, gebunden wie vom Weber.

Ein Adler kam und fraß sich satt,

so wie Prome es sich nicht gewünschet hat.

Der Adler, Ethon genannt,

hatte keine einz‘ge Hand.

Er fraß mit Schnabel und mit Klauen,

Prometheus, wenn er gekonnt, hätt ihn verhauen.

Er litt dort oben Qual und Höllenpein,

wie gern wollt er wo anders sein.

Hunderte von Jahren hing er dort, ohne Speis und ohne Trank,

wünschte sich von dort hinfort, bald er in Verzweiflung sank.

Zu seinem Glück kam bald ein Held vorbei,

groß und stark, mit einer Brust aus Blei.

Sogleich befreite dieser ihn von seinem Fluch,

mit den Worten, er solle nicht dort hängen, sondern lesen ein gutes Buch.

Prometheus dankte, Herakles lief heim,

nun merkte der Autor, er findet keinen Reim…

 

(Ein Produkt meiner Unlust im damaligen Deutschunterricht, ein ernstgemeintes Gedicht darüber zu schreiben.)

 


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