Othirâ's Welt zwischen Traum und Realität

Ein Maulwurfsleben


Der Sinn des Lebens

Was ist der Sinn des Lebens?

Wer hat sich diese Frage noch nicht gestellt.

 

Philosophen, Geistliche und gewöhnlichere Menschen haben dazu entweder verschiedenste Meinungen oder vom Ganzen keine Ahnung, eine eindeutige Antwort gibt es darauf vielleicht auch gar nicht.

 

Ich möchte deshalb auch gar nicht erst den Versuch starten, eine Antwort zu ersinnen, sondern lade dazu ein, sich mit zwei Geschichten auseinanderzusetzen, die sich ganz diesem Thema um die große Frage gewidmet haben und sicherlich schöne Denkanstöße liefern.

 

Douglas Adam's "Per Anhalter durch die Galaxis"

und

Monty Python's "Der Sinn des Lebens".

 

 

 

 

 

Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis"

 

"Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."

 

Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist schwierig.

Die wichtigsten Aspekte dieser Frage sind wohl...

...wieso wird der Mensch geboren...

...wieso stirbt er...

...und wieso verbringt er so viel Zeit dazwischen mit dem Tragen von Digitaluhren?

 

Einer Rasse hyperintelligenter pandimensionaler Wesen hing es vor vielen Millionen Jahren dermaßen zum Halse raus, sich ewig über den Sinn des Lebens rumzuzanken, dass sie beschlossen, zwei ihrer besten Programmierer damit zu beauftragen, einen Super-Computer zu bauen, der die Antwort auf die große Frage nach dem Leben, dem Universum und allem, errechnen sollte.

Dieser Computer hieß Deep Thought und rechnete 7 1/2 Millionen Jahre an dieser Aufgabe, während die Philosophen weiterhin darüber rätselten, mit welchem Ergebnis er herausrücken würde, und als der Tag der Verkündung des Ergebnisses kam, waren die Nachfolger der Programmierer mehr als gespannt.

Die Antwort auf die große Frage nach dem Leben, dem Universum und allem ist 42.

 

Dies stieß auf Empörung, denn ach herrje, was ist denn das für eine Antwort?!

Deep Thought sagte, den Menschen sei wahrscheinlich nie klar gewesen, wie eigentlich die Frage lautet und so verstehen sie nun auch die Antwort nicht, deshalb entwarf er einen neuen, noch gewaltigeren Computer, der diese Frage errechnen sollte. Dieser war von solcher Komplexheit, dass selbst das organische Leben ein Bestandteil des Programms war und er nannte sich die Erde.

Dummerweise wurde die Erde, fünf Minuten bevor das Programm auslief, von den Vogonen gesprengt, weil sie einer Hyperraum-Expressroute weichen musste und so wissen wir noch immer nicht mehr als 6 x 7 = 42.

 

Aber am Ende sind die Dinge sowieso nie so, wie sie scheinen.

Zum Beispiel waren die Menschen auf dem Planeten Erde immer der Meinung, sie seien intelligenter als die Delphine, weil sie so viel zu Stande gebracht haben. Das Rad, New York, Kriege und so weiter, während die Delphine nichts anderes taten, als im Wasser zu toben und sich's wohl sein zu lassen.

Aber umgekehrt waren auch die Delphine der Meinung, sie seien intelligenter als die Menschen und zwar aus genau denselben Gründen.

 

Uns bleibt also nur die Zahl 42 und die Fähigkeit, noch lange darüber nachzugrübeln.

 

 

Kleiner Tipp:  Die 6-teilige Serie zeigt das Geschehen der ersten zwei Romane von Douglas Adams, auf denen sie aufbaut. Es gibt noch weitere 3 Bände und mittlerweile sogar den 6. Band der 5-teiligen Trilogie, (dieser ist jedoch ersatzweise 19 Jahre nach Adams' überraschendem Tode von Eoin Colfer anhand vorhandenem Material geschrieben worden).

Die Jagd nach der richtigen Frage zieht sich durch die gesamte Geschichte und verspricht viele interessante Gedankengänge.

 

So sah Teil-1 der Buchreihe einmal aus:

Heute findet man ihn mit diesem Cover:

 

 

 

Die alte Serie findet sich auch auf YouTube:


 

 

 

--  Die Mitte der Seite  --

 

Manchmal denke Ich mir, diese zwei Lehren aus der Kindheit seien genug der Antwort auf den Sinn des Lebens.

 

Oder?

 

--  Ende der Seitenmitte  --

 

 


Monty Python's "Der Sinn des Lebens"

 

“There is everything in this movie everything that fits
from the meaning of life in the universe to girls with great big tits
We've got superstars and foreign cars, explosions and the lot
filmed as only we know how - on the budget that we've got
We spent fortunes on locations and quite a bit on drink
and there is even the odd philosophical joke - just to make you buggers think
Yet some parts are as serious and as deep as you could wish
but largely it's all tits and ass and quite a lot of fish
Other bits are fairly childish and some are, frankly, rude
but at least we've got a lot of nice girls, all banging around in the nude
So take your seats, enjoy yourselves and let's just hope it's funny
because it's not just done to make you laugh but to make us lots of money”

 

Teil I - Das Wunder der Geburt

 

Das Kind einer schwangeren Frau kommt zur Welt. Die Ärzte bereiten den OP-Saal vor und lassen noch einige Apparate reinstellen, weil es sonst so kahl aussehen würde. Als ein Mann von der Verwaltung hereinkommt, wird schnell alles eingeschaltet. Er lässt sich den Hergang einer Geburt erklären und erzählt dann ganz stolz, dass die Verwaltung das Gerät mit dem "Ping" bei der Firma gemietet hat, an die sie es verkauft hat, denn so belastet es nur den Monatsetar und nicht die Kasse für Anlagevermögen.

Unspektakulär kommt das Baby zur Welt und wird, ohne groß der Mutter gezeigt zu werden, in den Brutkasten gelegt. Alle Anwesenden entfernen sich, die Frau wird zurückgelassen.

 

In einem Arbeiterviertel Englands des 20. Jahrhunderts zeigt sich der Unterschied zwischen römisch katholischen und protestantischen Ansichten über Geschlechtsverkehr und das Gebären von Kindern.

Die Katholiken sagen, jedes Spermium ist heilig und muss deshalb einen neuen Menschen zeugen. Verhütung ist verboten. Das unterstützt die Aussage, dass jeder Mensch von Gott gewollt ist, dass Gott jedes einzelne Individuum liebt. Der klar ersichtliche Nachteil ist allerdings die Tatsache, dass dadurch viele Kinder auf die Welt kommen, die nicht mehr ernährt werden können, weil einfach die Möglichkeiten der Famile stark begrenzt sind.

Hat das Individuum noch Sinn, wenn es ein armes, erbärmliches Leben führen muss?

Die Protestanten machen das anders, sie setzen keine Kinder in die Welt, um die sie sich nicht sorgen können und betreiben Geschlechtsverkehr dafür höchstens zum Vergnügen.

Doch trotz der Bemühungen der protestantischen Bewegung, Sex zum Vergnügen zu praktizieren, nimmt die Zahl der Kinder doch ständig zu.

 

Die Geburt, ein Wunder? Es scheint etwas sehr alltägliches und rein gar nichts besonderes zu sein.

Wofür das Ganze, was ist der Sinn davon, dass neue Menschen auf die Welt kommen?

 

 

Teil II - Wachsen und lernen

 

Ein Gottesdienst in der Schulkapelle. Die Schüler sprechen dem Priester die Lobsagung nach.

"Oh Herr, Du bist so groß und mächtig, so absolut riesig und gewaltig...“

Hier wird das deutlich, was Ich bereits in meiner misanthropischen Einstellung erläutert habe. Der Mensch gibt seine Selbständigkeit auf, er kann ja sowieso nichts tun, weil alles in Gottes Händen liegt.

 

Im Unterricht demonstriert der Lehrer durch praktische Anwendung den Verlauf des Geschlechtsverkehrs. Die Schüler sollen ganz besonders gut aufpassen, damit sie auch alles wissen, was sie dafür brauchen.

Wofür lernen sie das? Ist Sex das, was sie nach der Schule tun sollen? Gehört das zum SInn des Lebens, die Fortpflanzung?

 

Dann folgt noch ein Rugby-Spiel zwischen der Kindermannschaft und einer Mannschaft aus jungen Erwachsenen. Was lernen die Kinder in diesem Spiel? Das Leben ist hart und nur die Starken überleben? Eine Antwort wird hier nicht gegeben.

 

 

Teil III - Gegeneinander kämpfen

 

Mitten in einem Kriegsgefecht bekunden die Soldaten ihrem Offizier, dass es eine Ehre war, mit ihm zu kämpfen und sie überreichen ihm drei Uhren, eine Karte und einen Kuchen. Der Offizier zeigt sich dankbar, will jedoch mit seinen Männern in Deckung gehen. Durch diese Hektk verletzt er deren Gefühle und entscheidet sich dafür, den Kuchen doch an Ort und Stelle zu essen. Bei dem Versuch, Tisch und Bedeck zu holen sterben die meisten von ihnen.

Wofür kämpfen Menschen gegeneinander, wenn sie doch auch zusammen Kuchen essen könnten?

 

Es ist ein Kampf zwischen alternativen Ansichten über das Leben selbst und ohne die Fähigkeit den eigenen Standpunkt gegen andere, möglicherweise aggressivere, Ideologien zu verteidigen, könnten Verständigkeit und Mäßigung ganz einfach verschwinden. Das ist der Grund, warum wir immer eine Armee brauchen.

 

Und dann war da noch die Sache mit dem Tiger in Afrika, der sich unbemerkt mit einem Bein davon machte.

 

 

Teil IV - Die mittleren Jahre

 

Ein typisches Ehepaar im Urlaub. Nach Bezug ihres Hotelzimmers besuchen sie das Restaurant des Hotels, welches im Look eines Kerkers hergerichtet wurde, mitsamt schreienden und stöhnenden Gefangenen.

Dem Paar fehlt irgendwie etwas, worüber sie reden könnten, doch der Ober lässt nicht lange auf sich warten und verteilt die Karten mit einer Auswahl an möglichen Konversationen. Es wird sich für Philosophie entschieden und mithilfe von Kärtchen begonnen darüber zu reden. Doch so wirklich tief in die Materie dringen sie nicht vor und es ist nicht sonderlich zufriedenstellend, so wird beim Ober reklamiert. Dieser bietet ein exklusives Thema an:

Lebende Organverpflanzung.

 

Teil V - Lebende Organverpflanzung

 

Zwei Ärzte machen einen Hausbesuch bei einem jungen Mann mit Organspendeausweis. Gebraucht wird eine Leber, der Spender wird an Ort und Stelle zu Hilfe gezogen. Ohne Narkose oder sonstiges. Seine Frau schüttelt nur den Kopf, muss der Mann auch immer alles unterschreiben...

Einer der Ärzte begleitet sie auf einen Tee in die Küche, er bittet auch sie um ihre Leber, doch sie möchte nicht spenden. Mit der Bitte, sich etwas anzuhören, öffnet er den Kühlschrank und ein schick gekleideter Mann singt ein Lied über das Universum.

Nach dem Lied ist die Frau doch einverstanden.

 

 

In der Ausschusssitzung einer wohlhabenen Firma wird der nächste Tagesordnungspunkt angesprochen: Der Sinn des Lebens. Ein Mitarbeiter hat sich Gedanken gemacht.

"Ja, stimmt, ich habe in den letzten Wochen ein Team daran Arbeiten lassen und was dabei herausgekommen ist, kann man auf zwei fundamentale Begriffe reduzieren. Erstens: Die Menschen tragen nicht genug Hüte. Zweitens: Materie ist Energie. Im Universum gibt es sehr viele Energiefelder, die wir auf normalem Wege nicht wahrnehmen können. Einige dieser Energien haben eine spirituelle Quelle, die auf die Seele einer Person einwirkt. Jedoch existiert diese Seele nicht abenitio, wie das ortodoxe Christentum uns lehrt, sie muss ins Sein gebracht werden. Durch einen Prozess geleiteter Selbstbeobachtung. Dies jedoch wird sogut wie nie erreicht aufgrund der einzigartigen Fähigkeit des Menschen, sich durch alltägliche Trivialitäten vom geistigen ablenken zu lassen." - ".... Öhhh, was war das wohl mit den Hüten?"

Eine kurze Debatte über Hüte kommt schnell zum Ende, da der Ausschuss von einer piratenähnlichen Organisation überfallen wird.

 

 

Teil VI - Die Herbstjahre

 

Mr. Creosote, ein wahnsinnig übergewichtiger und unfreundlicher Mann, betritt, zum Stress aller Angestellten, ein Restaurant. Diese Szene ist.... unbeschreiblich.

Kurz gesagt, er isst und trinkt so viel bis er schließlich platzt.

 

 

Teil VI b - Der SINN des Lebens

 

Während die Putzfrau die Überreste von Mr. Creosote aufwischt, fragt der Chefkellner, ob sie jemals hinter das Geheimnis von allem kommen würden und dass ihr Arbeitsplatz nicht die beste Grundlage für das Finden des Sinns des Lebens ist.

Sie erzählt daraufhin, dass sie schon an vielen Orten gearbeitet hat. In Universitäten, Bibliotheken und Museen. Doch egal wieviele Bücher sie dort gelesen hat, egal wie sehr sie gesucht hat, nirgendwo fand sie irgendetwas, was ihr etwas gelehrt hat.

Ein anderer Kellner nimmt den Zuschauer dann mit zu seinem Geburtstort und erzählt, wie er zu seinem Beruf kam.

Er sagt, seine Mutter hätte ihn als Kind auf den Schoß genommen und ihm gesagt, wie wundervoll diese Welt doch ist und dass er hinausgehen und jeden den er trifft lieben muss. Er muss versuchen jeden glücklich und zufrieden zu machen. So wurde er Kellner.

Während er kurz darüber nachdenkt, kommt ihm scheinbar eine kleine Erleuchtung, denn plötzlich wird er leicht wütend, schickt den Zuschauer weg, wirft sein Kellnerhandtuch weg und geht mit den Worten, er könne sein eigenes Leben auf seine Weise leben, zu seinem Geburtshaus.

 

 

Teil VII - Der Tod

 

Ein Mann wurde zum Tode verurteilt. Die Methode seiner Exekution durfte er selber wählen, so rennt er vor einer Horde oberkörperfreier Damen davon, bis er eine Klippe hinunterfällt, direkt in sein eigenes Grab hinein, um welches die Trauergemeinschaft bereits versammelt ist.

 

Ein Baum, dessen vermenschlichte Blätter zu Beginn des Winters herunterfallen. Erst der Mann, dann die Frau, die ohne ihn nicht leben kann, dann die Kinder, die nicht ohne ihre Eltern sein wollen.

 

Der Tod höchstpersönlich besucht ein einsames Haus, in dem eine Gruppe Leute gemütlich beim Essen sitzt.

Er versucht ihnen zu verdeutlichen, dass er der Tod ist, sie tot sind und er sie nun mitnehmen will.

Doch die Menschen verstehen das nicht, halten ihn erst für einen Gärtner und werden dann sehr unfreundlich, als sie zu begreifen scheinen.

Schlussendlich folgen sie dem Tod ins Jenseits.

 

Der Himmel, in den sie kommen, ist im Grunde ein großer Veranstaltungssaal, wo sie alle Menschen aus den vorherigen Kapiteln antreffen und eine große Show geboten bekommen.

Während dieser Darbietung endet der Film und die Moderatorin bekommt einen Umschlag, in dem nun endlich der Sinn des Lebens steht.

 

 

Also, was ist nun der Sinn des Lebens?

 

Achja, das ist nichts besonderes. Seien Sie nett zu Ihren Nachbarn, vermeiden Sie fettes Essen, lesen Sie ein paar gute Bücher, machen Sie ein paar Spaziergänge und versuchen Sie in Frieden und Harmonie mit Menschen jeden Glaubens und jeder Nation zu leben.

 

Und abschließend hier noch ein paar exquisite Bilder von Penisen, um die Zensoren zu ärgern und hoffentlich irgendeine Kontroverse zu entzünden, was heutzutage ja wirklich der einzige Weg zu sein scheint, die videoübersättigte Öffentlichkeit von ihren Bierärschen zu holen, zurück in die verdammten Kinos.

Familienunterhaltung? Blödsinn!

Was die wollen ist Schmutz, Menschen, die sich mit Baumsägen zerteilen, während irgendwelchen albernen Kaffeekränzchen. Babysitter die mit Stricknadeln erstochen werden, von schwulen Präsidentschaftskandidaten. Wie Vigilantengruppen die Mädchen erwürgen, bewaffnete Banden von Theaterkritikern, die multante Ziegen exterminieren. Wo sind die komischen Filme?

Ach, naja, das wars dann. Hier die Titelmusik:

 

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